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Verbandsliga

SV Bühlertal strebt eine Saison ohne Nervenflattern an

Auf dem Mittelberg herrscht Kontinuität: Der Fußball-Verbandsligist SV Bühlertal geht mit einem fast unveränderten Kader in die Saison 2020/21, in der an die Leistungen des Vorjahrs angeknüpft werden soll.

Neuzugänge beim SV Bühlertal: Jonas Schneider, Nicolas Weis, Jonathan Steinmann und Gregor Dörflinger (vorne von links) mit dem neuen Co-Trainer Christian Meier und Chefcoach Johannes Hurle (hinten von links). Foto: Thomas Steuerer

Das zweite Jahr nach einem Aufstieg wird gemeinhin als größere Herausforderung angesehen als die Premieren-Runde auf höherer Ebene. Beim Fußball-Verbandsligisten SV Bühlertal will man davon aber wenig wissen.

„Die Jungs freuen sich auf das zweite Jahr“, betont Trainer Johannes Hurle, der gleich in seiner ersten Saison auf dem Mittelberg die Meisterschaft in der Landesliga gefeiert hatte. „Im Moment überwiegt die Freude darüber, dass wir überhaupt wieder die Möglichkeit haben, Fußball zu spielen. Wir verspüren das als Privileg, im Training sind alle heiß.“

Platz zehn nach schwachem Start

Dies soll sich nach der langen Punktspielpause wegen der Corona-Pandemie am besten gleich zu Saisonbeginn auszahlen. „In der vergangenen Saison waren wir zum Start acht Spiele ohne Sieg, das hat gezehrt“, erinnert Hurle an den schwachen Auftakt nach dem Aufstieg, der unabhängig von Corona keine negativen Folgen hatte.

Bühlertal kam auf höherem Niveau immer besser zurecht und stand zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs ohne Abstiegssorgen auf dem zehnten Tabellenplatz.

Wir wollen so früh wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
Thorsten Werner, Sportvorstand SV Bühlertal

Eine ähnliche Platzierung strebt Hurle auch in der kommenden Saison an. „Unser vorrangiges Ziel ist der Ligaverbleib.“ Dies sieht Sportvorstand Thorsten Werner ähnlich: „Wir wollen so früh wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben und die Runde ohne Nervenflattern zu Ende spielen.“

Auch Werner hofft, dass im Gegensatz zu den Vorjahren ein positiver Einstand gelingt. „Es wäre schön, mit einem Dreier zu starten“, sagt er über das Heimspiel gegen den nur wegen Corona dem Abstieg entronnenen FC Teningen am 23. August.

Ob es von Vorteil ist, dass der SVB in der auf 17 Teams gewachsenen Liga gleich am zweiten Spieltag Pause hat, will Werner erst im Nachhinein bewerten. Der erste Auswärtsgegner ist dann am 6. September mit dem FC Auggen ebenfalls keine unüberwindbare Hürde.

Eigene Talente rücken auf

Hilfreich dürfte für Hurles Horde auch sein, dass diese kaum verändert wurde. Nur vier Akteure haben den Verein verlassen, dafür sind in Gregor Dörflinger und Rückkehrer Jonathan Steinmann „zwei absolute Wunschspieler“ (Hurle) dazugekommen. „Die Qualität des Kaders ist dadurch gestiegen, zudem passen sie auch menschlich ins Team.“

Neben den externen Neuen zählen nun auch die beiden Talente Jonas Schneider und Nicolas Weis aus dem eigenen Nachwuchs fest zum Kader der ersten Mannschaft. Neu im Trainerteam ist Christian Meier, der in Bühlertal bisher die U17 betreute, als dritter Assistent neben Nico Westermann und Sebastian Keller.

Dieses Umfeld war ein wichtiges Argument für Hurle, im Winter ein Angebot des Offenburger FV abzulehnen. „Ich habe mich klar für Bühlertal entschieden und nicht gegen einen anderen Verein“, betont Hurle, der die derzeitigen Probleme des OFV nicht kommentieren möchte. Er wünsche den Offenburgern jedenfalls alles Gute, denn solche Traditionsclubs seien wichtig für den Fußball.

Von den Strukturen her ist die Verbandsliga eigentlich eine Klasse zu hoch für Bühlertal.
Johannes Hurle, Trainer SV Bühlertal

Mit seiner Expertise, die er nicht zuletzt in seiner Zeit im Nachwuchsleistungszentrum des Karlsruher SC erworben hat, will Hurle nun den SV Bühlertal auf dem erarbeiteten Level halten. Dies sei nicht selbstverständlich. „Von den Strukturen her ist die Verbandsliga eigentlich eine Klasse zu hoch für Bühlertal“, sagt Hurle, der mit seinen erst 30 Jahren noch lange nicht am Limit seiner Trainerlaufbahn angekommen scheint.

Bei der Frage nach den Kandidaten für den Verbandsliga-Titel tut sich Hurle schwer. „Einen klaren Favoriten gibt es nicht, sondern wohl eine Spitzengruppe mit vier, fünf Vereinen.“ Dazu zählt Bühlertals Coach die Konkurrenten FC Denzlingen, SC Lahr und SC Pfullendorf.

Zu- und Abgänge

Zugänge: Gregor Dörflinger (SV Oberachern), Jonathan Steinmann (FCE Schirrhein/Verbandsliga Elsass), Jonas Schneider, Nicolas Weis (beide eigene Junioren).

Abgänge: Simon Litterst (FSV Kappelrodeck-Waldulm), Andreas Fianke (Karriereende), Amel Mendoua, Abdul Simsek (beide Ziel unbekannt).

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