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Rückkehr nach acht Jahren

Neue Herausforderung in der alten Heimat: Karlsruher Basketballer Tom Alte kehrt zu den PSK Lions zurück

Als junger Basketballer hat Tom Alte Karlsruhe vor acht Jahren verlassen. Nun kehrt er als Profi zu den PS Karlsruhe Lions zurück. Sein Ehrgeiz und die Lust auf mehr sind nach wie vor ungebrochen.

Hoch hinaus: Der Durlacher Tom Alte will bei den PS Karlsruhe Lions seine Erfahrung einbringen und weitere sammeln. Foto: Markus Gilliar/GES

Im Alter von 18 Jahren kehrte Tom Alte Karlsruhe den Rücken. Um seinen Traum vom Basketball-Profi verwirklichen zu können, musste ein größeres, professionelleres Umfeld her. Es war ein Schritt, der sich auszahlen sollte. Der 26-jährige Durlacher sammelte Erfahrungen von der Pro B bis zur Basketball-Bundesliga (BBL).

Nun, nachdem Alte wieder in seine Heimat zurückgekehrt und bei den PS Karlsruhe Lions gelandet ist, will er sich keineswegs nur auf seine gesammelte Erfahrung verlassen. Im Gegenteil: Der „Löwen“-Neuzugang hat richtig Hunger auf neue Erfolge bekommen, wie er im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Frank Seyen verrät.

Nach acht Jahren zurück in der Heimat – wie fühlt sich die Rückkehr für Sie an?
Tom Alte

Es fühlt sich gut an, zumal ich zuletzt viel unterwegs gewesen bin. Es ist cool, jetzt mal länger als nur den Sommer zuhause zu sein.

Bei Ihrem letzten Verein, den Uni Baskets Paderborn, lief es zuletzt ordentlich. Warum haben Sie sich dennoch zu einem Wechsel entschieden? Und was hat am Ende für Karlsruhe gesprochen?
Alte

Von den Statistiken her war es gut, ich hätte auch in Paderborn bleiben können. Aber eigentlich wollte ich probieren, noch einmal in die BBL zu kommen. Verletzungsbedingt hatte ich aber leider zu wenige Spiele, um mich ausreichend präsentieren zu können und um Konstanz zu zeigen. Da mir parallel ein Angebot von meiner Heimatstadt Karlsruhe vorlag, habe ich mir gedacht, dass ich wieder zurück nach Karlsruhe komme. Ich will hier besser werden, den nächsten Schritt machen. Dafür sehe ich gute Möglichkeiten. Ich wäre nicht hierhergekommen, wenn ich kein Potenzial im Standort sehen würde. Hier habe ich die Option, wenn es passen sollte, vielleicht auch länger bleiben zu können.

Dann ist das Thema Basketball-Bundesliga abgehakt?
Alte

Auf keinen Fall. Man muss sehen, wie es läuft. Es kann immer in alle Richtungen gehen, das ist einfach auch abhängig davon, wie es für mich persönlich letztendlich läuft. Ich will mich nichts verschließen. Perfekt wäre es natürlich, perspektivisch gesehen, eines Tages mit Karlsruhe aufzusteigen.

Was haben Sie sich persönlich mit den Lions für die kommende Saison vorgenommen?
Alte

Ich erhoffe mir natürlich Spielzeit, ich will alles gewinnen was geht und Leistungsträger sein. Das Team, die Siege mit dem Team, stehen aber im Vordergrund.

Die Lions haben in der vergangenen Saison wenigstens ihr Minimalziel, den Klassenverbleib, geschafft. Was ist Ihrer Ansicht nach in der neuen Spielzeit möglich?
Alte

Das ist immer auch davon abhängig, wie die Spieler funktionieren, wie sie einschlagen und wie wohl sich gerade die Import-Spieler fühlen. Wenn das passt, können wir in jedem Fall viele Spiele gewinnen. Übertrieben hohe Ziele sollte man sich aber nicht setzen.

Wie schwierig war für Sie und ihren Ex-Verein die vergangene Saison aufgrund der Corona-Pandemie?
Alte

Für uns Basketballer war es eigentlich relativ entspannt. Wir hatten das Privileg, Sport machen zu dürfen, konnten in die Halle und ins Fitnessstudio gehen. In Paderborn lief es gut, wir mussten nicht einmal in Quarantäne.

Und wie ist es, vor leeren Zuschauerrängen zu spielen?
Alte

Es war tatsächlich ungewohnt. Man hört wirklich alles, was die Coaches reden. Das ist ja normalerweise nicht so. Jetzt wird es auf jeden Fall Zeit, dass die Zuschauer wieder in die Halle kommen. Ich denke, alle vermissen es, in der Halle zu sein und das Event an sich, unabhängig vom Basketball, miterleben zu können.

Neben Ihnen gibt es noch einen weiteren Rückkehrer. Haben Sie den neuen, alten Lions-Trainer Aleksandar Scepanovic schon kennengelernt?
Alte

Ich kannte ihn bis dato nur vom Hören, wusste, dass er in Karlsruhe schon einmal sehr erfolgreich war. Oder man hat mal mit den Vereinen in der BBL gegeneinander gespielt. Ich habe aber nur Gutes von ihm gehört und zuletzt in der Halle haben wir auch schon ein bisschen gequatscht.

Deutschland ist zum ersten Mal seit 2008 wieder für die Olympischen Spiele qualifiziert. Wie beobachten Sie generell die Entwicklung des deutschen Basketballs in den vergangenen Jahren?
Alte

Wenn die Nationalmannschaft erfolgreich ist, ist das immer Werbung für den deutschen Basketball. Die Deutschen haben gegen Brasilien guten Basketball gespielt. Der Sport ist in Deutschland auf einem guten Weg. Das sieht man auch daran, dass immer mehr deutsche Spieler den Sprung in die NBA schaffen.

Und wie hat sich der Basketball-Sport seit Ihren Anfängen verändert?
Alte

Es wird immer schneller, immer athletischer. Die alten, klassischen und schweren „Big-Man-Spieler“ sind aus der Mode gekommen. Es gibt mehr Tempo, mehr Würfe, schnellere Abschlüsse – wenngleich hier nicht ganz so extrem wie in der NBA.

Offizieller Trainingsauftakt bei den Lions ist Anfang August. Wie sehen Ihre Tage bis dahin aus?
Alte

Jeder arbeitet für sich individuell, ich mache Krafttraining. Es wird ein bisschen gezockt, um in Form zu bleiben.

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