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Hohe Corona-Hürden

Pforzheimer Tennis-Club Wolfsberg rüstet sich und seine Anlage für den Sommer

Trotz hoher Corona-Hürden seitens der Landespolitik hofft der TC Wolfsberg auf einen erfolgreichen Sommer. Hinter dem Club liegen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten.

Zufrieden nach getaner Arbeit: TCW-Präsident Reiner Hell und sein Team haben in der Wolfsbergallee viel in die Infrastruktur investiert. Foto: Harry Rubner

Für den TC Wolfsberg hat die Medenrunde standesgemäß begonnen. In der Tennis-Badenliga feierten die Männer am vergangenen Wochenende beim 7:2 in Schwetzingen und dem 5:4 zu Hause gegen Grenzach zum Auftakt zwei Siege. Bei der Jugend werden die Bälle sogar schon ein paar Tage länger übers Netz geschlagen.

„Zum Glück hat es auf Bezirksebene nur wenige Abmeldungen gegeben. Wir werden die Runde also normal zu Ende spielen, das gilt auch für die Teams auf Verbandsebene“, sagt Reiner Hell, Präsident des TCW.

Selbstverständlich ist dies in Pandemie-Zeiten nicht. Zumal Vereine, die ihre Mannschaften zurückziehen, keine Strafen zu erwarten haben. Doch in der Wolfsbergallee ist eher das Gegenteil der Fall: Der Tennis-Club hat auch in diesem Jahr viel vor. Neben der geplanten 39. Auflage des Goldstadtpokals (28. Juni bis 3. Juli) geht es ab dem 11. Juli in der Zweiten Bundesliga Süd um Punkte.

Neue Netze und ein Bus wurden angeschafft

Um den sportlichen Höchstleistungen einen passenden Rahmen geben zu können, wurde abseits der roten Sandplätze einiges in die Hand genommen. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde mit Renovierungsarbeiten begonnen. Es wurde gepflastert und gefliest, gestrichen und verputzt.

Ein neunsitziger Bus, der von allen Mannschaften in Anspruch genommen werden darf, wurde ebenso angeschafft wie neue Netze samt Abziehmatten mit Logo. Zahlreiche Grünpflanzen um den neuen Parkplatzbereich schmücken die Anlage des TC Wolfsberg, deren Standort aufgrund dreier ebenfalls neuer großer Fahnenmaste schon von weitem zu erkennen ist.

Das Erscheinungsbild unseres Clubs ist positiver geworden.
Reiner Hell, Präsident des TC Wolfsberg

„Trotz Corona hat sich bei uns in Sachen Infrastruktur vieles getan. Das Erscheinungsbild unseres Clubs ist positiver geworden“, freut sich Hell. Die Arbeiten, viele davon waren Ideen von Initiator und Förderer Franz Monasso, wurden größtenteils in Eigenregie umgesetzt. In der nächsten Zeit sollen noch die Tennishalle und der dortige Eingangsbereich verschönert werden.

Die Mitgliederzahlen sind laut Reiner Hell ebenfalls stabil geblieben. Der TC Wolfsberg stellt in dieser Saison 18 aktive Teams und zwölf Jugendmannschaften. „Den Spielbetrieb richtig zu handeln – sollten beispielsweise einmal sechs Heimspiele an einem Tag anstehen – ist nicht immer einfach“, so Hell.

Vor allem nicht in Corona-Zeiten, wo auch den Tennisfreunden vonseiten der Landesregierung dicke Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden. „Baden-Württemberg war das einzige Bundesland in Deutschland, das die ersten Öffnungsschritte mit Verschärfungen begonnen hat“, kritisiert Hell.

Das ist doch paradox.
Reiner Hell zu den Corona-Vorgaben der Landespolitik

Auch der Badische Tennis-Verband (BTV) hatte in einem offenen Brief die Landesregierung bekanntlich scharf kritisiert. So haben Männer der Altersklassen 60 oder 70, die in der Regionalliga spielen und als „Spitzensportler“ deklariert werden, in Sachen Testungen weniger Hürden zu nehmen als Kinder. „Ich bin doch kein Spitzensportler mehr. Das ist doch paradox“, so Hell, der beim TC Wolfsberg bei den Männern 70 spielt.

„Es wurde nun einfach Zeit, dass es wieder losgeht. Für die Grundlage der Vereine ist das lebenswichtig“, betont er. Und ergänzt: „Hoffen wir, dass die Inzidenzen weiter sinken. Dann könnte das noch ein schöner Sommer werden.“

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