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2. Volleyball-Bundesliga

Volleyball: Baden Volleys aus Karlsruhe schmettern sich an die Tabellenspitze

Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel in der Zweiten Volleyball-Bundesliga endete unerwartet deutlich. Die Karlsruher Baden Volleys erwischten einen Sahne-Abend gegen den TSV Mimmenhausen. Und freuen sich schon auf das nächste Highlight.

Karlsruher Erfolgs-Kollektiv: Die Baden Volleys des SSC Karlsruhe setzten ihre Siegesserie auch den bisherigen Tabellenführer TSV Mimmenhausen fort und stehen nun an der Spitze der Zweiten Liga. Foto: Helge Prang GES/Helge Prang

Mit einem Spiel fast wie aus einem Guss sind die Baden Volleys des SSC Karlsruhe an die Tabellenspitze der Zweiten Volleyball-Bundesliga gestürmt. „Das war ein richtig, richtig gutes Spiel“, sagte Volleys-Coach Antonio Bonelli nach dem so nicht erwarteten 3:0 (25:19, 25:23, 25:16) im Top-Spiel am Samstagabend gegen den bisherigen Tabellenführer TSV Mimmenhausen.

„Wir waren taktisch gut vorbereitet und der Plan ging voll auf“, jubelte Volleys-Angreifer Lukas Jaeger, der sich im dritten Satz ein regelrechtes Wettschießen mit Teamkollege und Kapitän Jens Sandmeier geliefert hatte – ein ums andere Mal hervorragend bedient von Zuspiel-Routinier Fabian Schmidt. Die Gäste um Ex-Nationalspieler Christian Pampel hatten zu diesem Zeitpunkt schon resigniert angesichts der Karlsruher Übermacht an diesem Abend.

Sechstes Spiel sechster Sieg

Die Volleys, die im sechsten Spiel ihren sechsten Sieg feierten, hatten nur einmal ihren taktischen und spielerischen Faden verloren – prompt nutzten das der Landesrivale vom Bodensee im zweiten Satz zu einem kurzen Zwischenhoch. Einen 6:8-Rückstand drehte der TSV in eine 11:8-Führung, Mimmenhausen schien die Partie in dieser Phase auf seine Seite zu ziehen. Doch die Volleys waren schnell wieder in der Spur und am Ende des Durchgangs obenauf.

„Das war der Knackpunkt, dass wir den Satz zumachen“, sagte Laurin Derr später. Endgültig den Zahn zogen die Karlsruher den Mimmenhausener dann schon früh im dritten Satz, als zum Start auch jeder lange Ballwechsel mit einem Punkt für Karlsruhe endete. „Das zermürbt eine Mannschaft“, urteilte Bonelli, der sein Team hervorragend eingestellt hatte.

Die Flatterangaben machten dem TSV nicht nur zu Beginn des ersten Satzes erheblich zu schaffen, die Block-Abwehr funktionierte prächtig, der eigene Angriff war so variabel wie schlagkräftig – Pampel & Co. kamen so durchweg nur selten zum Rollen.

Wir konnten ihn einigermaßen stoppen.
Laurin Derr, Mittelblocker der Volleys

„Wir konnten ihn einigermaßen stoppen“, sagte auch Derr mit einem zufriedenen Grinsen über den 42 Jahre alten Mimmenhausener Spielertrainer, der nur selten ein Faktor war und ein ums andere Mal sogar abgeblockt wurde von den Volleys-Akteuren, den im dritten Durchgang fast alles gelang. „Da lief es einfach rein“, sagte Derr.

„Wir haben einfach sehr gut im Aufschlag gearbeitet“, nannte Johannes Mahl ein Erfolgsrezept. Der Libero der Karlsruher hofft nun auf eine Wiederholung einer solchen Leistung am kommenden Samstag: Am 6. November (18 Uhr) gastiert Bundesliga-Topteam United Volleys Frankfurt in der Karlsruher OHG-Sporthalle zum DVV-Pokal-Achtelfinale. Nicht nur Derr hat „richtig Bock“ darauf, den Favoriten so empfindlich wie möglich zu ärgern.

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