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Stabiler Rückhalt der Karlsruher

Baden-Volleys-Kapitän Jens Sandmeier: überragend am Netz

Jens Sandmeier spielt seine bislang stärkste Saison. Der Kapitän der Baden Volleys des SSC Karlsruhe ist die wichtigste Stütze im Team. Die Erste Liga wäre für ihn ein Traum, die Meisterschaft ist schon in Sicht.

Angreifer Jens Sandmeier ist die wichtigste Stütze im Team der Baden Volleys, die im Titelrennen auf den TSV Grafing treffen. Foto: Helge Prang/GES

Erst eine Rettungstat auf der rechten Seite des Feldes, dann der Spurt im Halbkreis zurück ans Netz auf der linken Seite und – fast schon aufreizend locker – ein erfolgreicher Block mit dem linken Arm.

Diese Szene aus dem Match der Baden Volleys des SSC Karlsruhe gegen den TSV Mimmenhausen ist symptomatisch für die Saison des Jens Sandmeier: Es gelingt ihm einfach alles.

Wie am Schnürchen läuft es für den Allround-Angreifer der Karlsruher, den Abteilungsleiter und Nachwuchschef Diego Ronconi in „der Form seines Lebens“ wähnt. Und Coach Antonio Bonelli hält fest: „Jens spielt eine überragende Saison.“

Verlässlicher Dauer-Spieler auf hohem Niveau

Bonelli wechselt vergleichsweise viel, aber für Jens Sandmeier gilt: Er spielt immer. Und er spielt immer durch. Und dies mit einer Verlässlichkeit, die eine mitentscheidende Rolle für den anhaltenden Erfolg der Volleys spielt.

Auch an „normalen Tagen“ (Bonelli) bewegt sich Sandmeier auf hohem Niveau. Und an richtig guten Tagen ist der Durlacher überragend und nicht zu stoppen. Er macht Druck von der Aufschlaglinie, ist in der Abwehr hellwach und im Angriff eine Wucht.

Sandmeier die wichtigste Stütze für die Volleys

So wie zum Beispiel im Duell mit Verfolger TSV Mimmenhausen (3:0). Es sind Partien wie diese oder wie das kommende Top-Spiel am Samstag (19 Uhr) gegen den TSV Grafing, in denen der 25-Jährige den Unterschied ausmachen kann.

Das Spiel der Volleys ist nicht auf ihren Kapitän zugeschnitten. Aber: Im bestens funktionierenden Volleys-Uhrwerk ist der erstligaerfahrene Sandmeier die wichtigste Stütze. In Phasen, in denen es im Spiel mal nicht so läuft, wird der Kapitän besonders häufig gesucht von seinen Teamkollegen.

Und wenn es läuft, dann ist Sandmeier Teil eines variablen Angriffsspiels, gegen das die Konkurrenz in dieser Runde oft nur wenig entgegensetzen kann. Und an dessen Seite junge Spieler wie zum Beispiel Julian Schupritt oder Leon Zimmermann wachsen können.

Nach dem Zweitliga-Aufstieg 2017 war Jens Sandmeier vom Bundesligisten TV Bühl zurück in seine Heimatstadt gewechselt, wo er beim SSC fortan auch wieder zusammen mit Bruder für Thorben stand und steht. Auch Thorben Sandmeier spielt übrigens eine konstant gute Runde.

Ich bin froh, dass ich jedes Jahr noch was drauflegen kann.
Jens Sandmeier, Kapitän der Volleys

Neunmal ist Jens Sandmeier in den bislang 22 Partien schon zum wertvollsten Spieler gewählt worden. „Ich bin sehr zufrieden mit mir. Und mit uns, da stehen ja immer auch noch fünf andere auf dem Feld“, sagt der 2,02-Meter-Mann: „Ich bin froh, dass ich jedes Jahr noch was drauflegen kann und hoffe auch, dass ich nächste Saison noch einmal einen Tick besser bin.“

Angst, dass ihr Kapitän anderswo erstklassige Herausforderungen sucht, müssen die Volleys aktuell nicht haben. Sandmeier will im kommenden Jahr seinen Master im Studiengang Chemie-Verfahrenstechnik ablegen und wird weiter für den SSC aufschlagen.

Der Traum von der Ersten Liga

„Auf Teufel komm raus“ ziehe es ihn ohnehin nicht zurück in die Erste Liga, „ein Traum wäre es, das mit Karlsruhe zu schaffen, das wäre das Optimum“, sagt Sandmeier. Ein Aufstieg allerdings ist aus strukturellen Gründen noch kein Thema in der Waldstadt.

Was bleibt, ist nach dem Vize-Titel das Ziel Meisterschaft, dem die Volleys bei einem Erfolg über Grafing ein Stück näher kommen würden. Die beiden Kontrahenten weisen vor dem Aufeinandertreffen fast die gleiche Bilanz auf: drei Niederlagen, 59:25-Sätze (Volleys) beziehungsweise 59:24 (Grafing).

Konkurrent TSV Grafing hat im Titelrennen noch ein Spiel in der Hinterhand

Der TSV aber hat noch ein Spiel mehr in der Hinterhand, das am Tag nach dem Kräftemessen in Karlsruhe beim Internatsteam in Friedrichshafen stattfindet. Die Volleys müssen also gewinnen, um Platz eins an diesem Wochenende erfolgreich zu verteidigen. Im Hinspiel hatten die Karlsruher in einem 134 Minuten langen Match mit 3:2 die Oberhand behalten.

„Wenn wir es schaffen, unsere Leistung abzurufen, dann werden sie es schwer haben“, ist sich Sandmeier sicher. Doch auch bei einem Erfolg sei noch nichts entschieden. „Wir haben danach noch schwere Spiele“, mahnt der Kapitän.

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