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SSC Karlsruhe

Volleys-Neuzugang Zimmermann: Spätzünder mit Sprungkraft

Weil Routinier Jonathan-Leon Finkbeiner bei Volleyball-Zweitligist Baden Volleys verletzt fehlt, ist Neuzugang Leon Zimmermann gleich besonders gefordert. Und der „kleine“ Mittelblocker zeigte gleich seine Qualitäten.

Neue Block-Kraft: Leon Zimmermann kam von den Youngstars Friedrichshafen und bewies beim Karlsruher Volleybal-Zweitligist Baden Volleys schone seine Qualitäten. Foto: Oliver Hurst/GES

Ein Riese unter den Großen ist Leon Zimmermann nicht. Das war mal anders, als Jugendlicher, als Zimmermann schnell und weit in die Höhe schoss. „Ich war Frühwachser“, sagt er. Mit Volleyball hatte Zimmermann dennoch nichts am Hut, er raste lieber mit dem Mountainbike Downhill-Pisten herunter.

Dass der 20-Jährige jetzt bei den Baden Volleys am Netz seinen Zweitliga-Mann steht, das haben Zimmermann und die Volleys dem Drängen der Mutter eines damaligen Kumpels zu verdanken. Der nämlich sollte 2014 in ein Volleyball-Camp, wollte aber nicht alleine - also ging Zimmermann mit.

Von der Downhill-Piste aufs Volleyball-Feld

Gut ein Jahr später fand sich der Heidelberger im Friedrichshafener Volleyball-Internat wieder, das er diesen Frühsommer als Kapitän der Youngstars in Richtung Karlsruhe verließ. Mit dem klaren Ziel, „zu beweisen, dass ich auch als ein kleiner Mittelblocker auf hohem Niveau mithalten kann“, sagt Zimmermann, der über eine gute Sprungkraft und ein hohes Maß an Spielintelligenz verfügt. „Auch seine Handlungsschnelligkeit ist gut ausgeprägt“, sagt Trainer Antonio Bonelli.

Bei 1,96 Meter endete sein Wachstumsschub, eine stattliche Größe, keine Frage. Sein Mittelblocker-Kollege bei den Volleys, Jonathan-Leon Finkbeiner, allerdings ist: 2,11 Meter. Weil Finkbeiner zum Saisonstart wegen Rückenproblemen passen musste, war Zimmermann gleich besonders gefordert. Und sein Start im Volleys-Trikot war vielversprechend, „es war ein guter Zweiteinstieg“, präzisiert er.

Beim Sieg gegen Mühldorf zählte „Leon, der Profi“ zu den Besten

Bei der Auftaktniederlage gegen Leipzig holperte es noch im gesamten Team von Trainer Bonelli, beim 3:1 gegen den TSV Mühldorf zählte „Leon, der Profi“, wie der Quereinsteiger gerufen wird, zusammen mit Routinier Jens Sandmeier zu den Besten. Sieben Blocks, fünf Angriffspunkte - eine starke Bilanz.

„Für mich ist das natürlich eine super Sache, dass ich gleich so viel spiele und mich so auf dem Feld weiterentwickeln kann“, sagt Zimmermann, der sich mit seinem Friedrichshafener Ex-Kollegen Alexander Spintzyk eine Wohnung in der Karlsruher Innenstadt teilt und der am KIT Sportwissenschaften studieren will.

Die Liga ist für Zimmermann ja kein Neuland, das Internatsteam spielt als Farm-Mannschaft des Bundesligisten VfB Friedrichshafen ja außer Konkurrenz mit in der zweithöchsten Spielklasse. Aber Druck und Anspruch sind bei den Volleys schon eine andere Sache, zumal nach der starken Vorsaison - bei Abbruch der Runde lagen die Karlsruher auf dem zweiten Rang.

„Sie stehen für Spielspaß und Team-Zusammenhalt, das hat die Mannschaft immer vermittelt.“
Leon Zimmermann / Baden Volleys

Zimmermann ist mit dem persönlichen Anspruch gekommen, sich auch hier durchzusetzen, „und mal Meister zu werden“, sagt der Volleyball-Spätzünder, der nach einem Jahr beim Heidelberger TV dann fünf Jahre am Friedrichshafener Bundesstützpunkt spielte und trainierte. Eine „saugeile Zeit“ war das, meint der Nordbadener, und eine privat wie sportliche ausschließlich positive.

Das Volleyball-Pensum war dort freilich ein ganz anderes, der Sport bestimmte das Tagesgeschehen. „Das ist schon ein kleiner Unterschied“, sagt Zimmermann, der unbedingt zu den Volleys wollte. „Sie stehen für Spielspaß und Team-Zusammenhalt, das hat die Mannschaft immer vermittelt“, hatte der Neuzugang schon in der Vergangenheit beobachtet, es sei einfach „ein cooler Verein“.

Mit diesem trifft er nach der Absage des Derbys gegen die FT Freiburg, bei der es einen positiven Corona-Fall gibt, am 3. Oktober auswärts auf den VC Dresden. Auch dort wird Leon Zimmermann wieder als Block-Bollwerk am Netz gefragt sein.

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