Skip to main content

Teamplayer und Stimmungsmacher

Volleys-Spieler Scholz: Positive Energie vom Spielfeldrand

Philipp Scholz zählt nicht zu den Stammspielern beim Zweitliga-Spitzenreiter Baden Volleys. Dennoch ist der Diagonalangreifer im Team der Karlsruher Volleyballer mehr als „nur“ ein Bankspieler.

Teamplayer und Stimmungsmacher: Philipp Scholz (Nummer 10) zählt beim Karlsruher Zweitligisten Baden Volleys nicht zu den Stammspielern, nimmt aber dennoch eine wichtige Rolle im Teamgefüge ein. Foto: Markus Gilliar GES/Markus Gilliar

Einen Stammplatz hat Philipp Scholz sicher. Im „Baden Volleys Podcast“ zählt der Diagonalangreifer des Karlsruher Zweitligisten trotz zwischenzeitlich aufgenommener Rotation zur festen Größe, wenn es während der Saison einmal wöchentlich nur um eines geht: Volleyball im allgemeinen und die Baden Volleys SSC Karlsruhe im Speziellen.

Erfreulichen Stoff für ihre Ausstrahlungen liefern sich die Spieler des Spitzenreiters seit Wochen mit schön-verlässlicher Regelmäßigkeit selbst - zuletzt mit ihrem bemerkenswerten Auswärtssieg im Top-Spiel beim TSV Grafing. „Ein absolutes Highlight“, sagt Scholz im Rückblick auf den 3:2-Coup der Badener, die erstmals in Grafing gewinnen konnten und an diesem Samstag (19 Uhr) mit entsprechend noch breiterer Brust die Blue Volleys Gotha empfangen.

Leistungsträger abseits des Feldes

Auf dem Feld standen in Grafing freilich die derzeit tragenden Säulen des so erfolgreich harmonisierenden Ensembles von Trainer Antonio Bonelli, zu denen der zu Beginn der vergangenen Saison von der zweiten in die erste Mannschaft des SSC hochgezogene Scholz nicht gehört. „Ich bin spielerisch sicher nicht der Leistungsträger. Aber ich versuche die Jungs so gut es geht, zu unterstützen“, beschreibt Scholz selbst seine Rolle im Team, die für ihn nicht in der Halle endet.

„Ich finde beim Mannschaftsport wichtig, dass man nicht nur auf dem Feld gut auskommt. Und das versuche ich in die Mannschaft zu tragen“, sagt der 23-Jährige, der sich gleichwohl nicht einfach abgibt mit seiner derzeitigen Situation als Bank-Spieler. „Natürlich will ich mehr spielen. Und ich werde auch auf meine Einsatzzeiten kommen, die Saison ist lange“, sagt Scholz. Aber er findet auch nichts Negatives daran, „draußen zu stehen, wenn es bei den anderen auf dem Feld läuft“.

Offene Art von Trainer Bonelli hilft

Hilfreich sei für ihn auch die offene Art von Trainer Bonelli, betont Teamplayer Scholz, der an seinem direkten Konkurrenten Felix Roos momentan nicht vorbeikommt. „Klar, ich versuche, näher an ihn heranzurücken“, betont Scholz. Aber wenn es bei Roos und der Mannschaft läuft, freut das auch Scholz. Und bekommt er seine Einsatzzeiten, „dann versuche ich, die Lücken zu füllen und meine Chancen zu nutzen“, sagt der 1,92-Meter-Mann. Scholz sei ein „wichtiger Joker, der zu jeder Zeit ins Spiel reingeworfen werden kann“, sagt Bonelli und hebt hervor: „Seine Zuverlässigkeit im Training und sein Standing im und ums Team ist ein wichtiger Bestandteil unserer emotionalen Stabilität in diesem und nächsten Jahr.“

Scholz, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, ist auch ein Faktor als Stimmungsmacher am Spielfeldrand. In „Geisterspiel“-Zeiten wie diesen kommt der Unterstützung der eigenen Mitspieler ja nochmals eine gewachsene Bedeutung zu. „Man versucht ja immer von draußen auf die Jungs einzuwirken, sie zu pushen und zu helfen, das sie positiv bleiben“, sagt Scholz. „Das ist in leeren Hallen jetzt noch wichtiger“.

Gegen Gotha erwartet Scholz ein „hartes Spiel“, obwohl die Thüringer mit bislang fünf Siegen und vier Niederlagen aktuell nur im Mittelfeld der Tabelle zu finden sind. „Ich habe sie weiter vorne erwartet“, sagt Scholz über das Team mit dem erfahrenen Zuspieler und Ex-Durmersheimer Hannes Maisch, den nicht nur Zuspiel-Kollege Fabian Schmidt noch aus gemeinsamen Tage in Durmersheim kennt. Und der natürlich ein Thema war im jüngsten Podcast mit „Stammsprecher“ Philipp Scholz.

nach oben Zurück zum Seitenanfang