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Erfolgreiche Revanche in der European League

Rhein-Neckar Löwen betreiben Wiedergutmachung

Einen Tag nach dem Remis gegen die Kadetten Schaffhausen betrieben die Rhein-Neckar Löwen erfolgreich Wiedergutmachung gegen dieselbe Mannschaft. Die Löwen gewannen mit 34:27.

Nicht zu halten: Einen Tag nach seinem desolaten Auftritt zählte Niklas Kirkelökke in Spiel zwei des Doppelpacks von Schaffhausen zu den stärksten Löwen. Foto: Sörli Binder / GES

Uwe Gensheimer grinste wie ein Honigkuchenpferd, als er das kleine Präsent für den besten Spieler des Matchs erhielt. Mit einem Lachen im Gesicht verließen am Mittwoch auch die übrigen Spieler der Rhein-Neckar Löwen die BBC-Arena in Schaffhausen, aus der sie tags zuvor noch mit hängenden Köpfen getrottet waren.

25 Stunden nach dem unrühmlichen 30:30 im Gruppenspiel der European League gegen die gastgebenden Kadetten rückte der Handball-Bundesligist die Verhältnisse gerade.

Dank einer starken Steigerung in Halbzeit zwei betrieben die Löwen erfolgreich Wiedergutmachung und gewannen mit 34:27 (15:15). Mit dem vierten Sieg im fünften Spiel zementierten sie die Tabellenführung.

Starke Schlussphase der Löwen

Trainer Martin Schwalb war denn auch überaus angetan von der Reaktion seines Teams: „Heute haben wir über 60 Minuten stabil gespielt und speziell die zweite Halbzeit fand ich richtig gut.“ Ab der 40. Minute knüpften die Löwen da an, wo sie am Vortag am Ende der ersten Hälfte aufgehört hatten mit dem Handball spielen.

„Wir haben in den letzten 20 Minuten gute Lösungen gefunden“, meinte Andy Schmid und stellte fest: „Wir sind jetzt wieder in unserem Rhythmus. Gestern hat man gemerkt, dass viele Spieler lange Zeit keinen Wettkampf hatten.“

Speziell auf Niklas Kirkelökke traf diese Aussage zu. Am Dienstag noch ein Schatten seiner selbst, zählte er bei der Neuauflage zu den besten der Gäste. Der Halbrechte erzielte sieben Treffer und glänzte auch mit schönen Anspielen. Die Lektion gelernt hatten die Löwen auch in der Abwehr, insbesondere Gensheimer hielt den in Spiel eins überragenden Donat Bartok weitgehend in Schach und war mit neun Toren zudem erfolgreichster Werfer.

Gierses späte Paraden helfen den Löwen auf die Sprünge

Nach einer auf Augenhöhe geführten ersten Halbzeit hatte es allerdings kurzzeitig so ausgesehen, als würden die Löwen ein Déjà-vu erleben. In der 36. Minute lagen sie beim 17:20 mit drei Toren in Rückstand.

Zu dem Zeitpunkt stand die Null bei den Löwen-Torhütern: Sowohl David Späth als auch Niklas Gierse brachten die Hand nur an den Ball, um ihn aus dem Netz zu holen. Die beiden Junglöwen mussten erneut die drei unpässlichen Stammtorhüter ersetzen.

Welchen Einfluss die Quote an gehaltenen Bällen auf das eigene Angriffsspiel hat, zeigte sich in der stärksten Phase der Gäste. Gierse parierte ab Minute 39 fünfmal und leitete damit erfolgreiche Gegenstoßtore ein. Auch weil die Schweizer Abwehr bröckelte, machten die Löwen aus dem Drei-Tore-Defizit bis zur 56. Minute eine 32:24-Führung.

Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer 9, Kirkelökke 7, Schmid 6, Kohlbacher 5, Groetzki 4, Patrail 1, Gislason 1, Nilsson 1.

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