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Handball-Bundesliga

Rhein-Neckar Löwen erleiden nächste Enttäuschung

Nach der 32:38-Niederlage bei Tabellenführer Füchse Berlin zählen die Rhein-Neckar Löwen aktuell nicht zu den Top-Teams der Liga.

Juri Knorr (Mitte) war mit acht Treffern noch bester Löwen-Torschütze. Die 32:38-Niederlage verhindern konnte er damit nicht.
Juri Knorr (Mitte) war mit acht Treffern noch bester Löwen-Torschütze. Die 32:38-Niederlage verhindern konnte er damit nicht. Foto: imago images

Es ist also nichts geworden mit der schnellen Wiedergutmachung, stattdessen mussten die Handballer der Rhein-Neckar-Löwen am Donnerstagabend die nächste schwere Enttäuschung hinnehmen. Mit 32:38 (14:17) verloren sie ihr Spiel bei den Füchsen Berlin. Dass es sich bei denen um den somit weiterhin verlustpunktfreien Bundesliga-Tabellenführer handelt, konnte bei der Schwäche des eigenen Spiels kein Trost sein.

Nach der zweiten Niederlage in drei Tagen zählen die Mannheimer derzeit nicht zu den Top-Teams der Liga. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Aber wir haben erneut zu viele leichte Fehler gemacht und unser Tempospiel nicht richtig durchgezogen“, analysierte Kreisläufer Jannik Kohlbacher.

Löwen sind nur zu Beginn ebenbürtig

Dass sich die Löwen vorgenommen hatten, die bei Aufsteiger Eisenach verlorenen Punkte möglichst schon beim Tabellenführer aus der Hauptstadt zurückzuholen, wurde zumindest zu Beginn durchaus deutlich. So sorgte Gustav Davidsson für das erste Tor der Partie und damit für die erste Gästeführung.

Tor um Tor auf jeder Seite ginge es weiter, einen Treffer vor hatten dabei jeweils die Löwen. Das 5:3 durch Patrik Groetzki (5.) bedeuete gar die erste Zwei-Tore-Führung für die Badener.

Berliner Mathias Gidsel sorgt für Tore-Gala

Es sollte die letzte bleiben. Erst erlaubten zwei leichte Ballverluste den Füchsen den 5:5-Ausgleich (6.), dann, nach dem ersten Treffer von Juri Knorr zum 6:5 für die Badener, begann Mathias Gidsel seinen großen Auftritt. Fünf Tore in etwas mehr als vier Minuten erzielte der Däne, von 6:6 (8.) auf 10:8 (12.) zogen die Füchse damit vorbei. Bis auf 16:11 (24.) bauten sie ihren Vorsprung in der Folge aus.

Danach freilich verlor Spiel der Füchse mehr und mehr an Sicherheit. Groetzki, Jannik Kohlbacher und Olle Forsell Schefvert (26.) nutzten das, um auf 14:16 zu verkürzen. Mit dem 14:17 zur Pause gingen die Löwen zwar mit einem nicht eben leichten Rucksack in den zweiten Spielabschnitt, immerhin aber war die Partie noch nicht verloren.

Keiner da bei den Löwen, der das Ruder rumreißen kann

Löwen-Trainer Sebastian Hinze versuchte zur zweiten Halbzeit in Jon Andersen Lindenchrone zwar frisches Blut ins Spiel zu bringen, den Torreigen freilich setzte einer fort, der schon im ersten Durchgang überragend getroffen hatte. Gidsel sorgte für das 18:14 aus Berliner Sicht.

Dem Treffer schloss sich gleich eine ganze Pleiten-Pech- und Pannenserie der Gäste an. Erst unterlief ihnen ein Offensivfoul, dann landete ein Ball am Pfosten, zwei leichte Ballverluste taten ihr Übriges. Auf 24:18 setzten sich die Berliner so ab, langsam aber sicher schien die Vorentscheidung zu fallen.

Zumal sich bei den Löwen niemand hervortat, der das Ruder hätte herumreißen können. Stattdessen hing die Schulter beim ein oder anderen Akteur schon früh Richtung Boden. Mit 38:32 brachten die Füchse ihren neunten Sieg im neunten Ligaspiel schließlich souverän nach Hause.

Füchse Berlin: Gidsel 11, Lindberg 10/6, Marsenic 6, Andersson 5, Beneke 1, Jacobs 1, Kopljar 1, Langhoff 1, Lichtlein 1, Tollbring 1. Rhein-Neckar Löwen: Knorr 8/1, Groetzki 6, Kohlbacher 6, Kirkelökke 4, Davidsson 2, Forsell Schefvert 2, Lindenchrone Andersen 2, Zacharias 2.

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