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Sieg im DHB-Pokal

Rhein-Neckar Löwen ziehen gegen Leipzig ins Achtelfinale ein

Mit einer überzeugenden Leistung besiegen die Handballer der Rhein-Neckar Löwen den SC DHfk Leipzig im DHB-Pokal. Nach dem Spiel ist Erleichterung angesichts des Befreiungsschlags zu spüren.

Nur mit Fouls zu halten: Löwen-Kreisläufer Jannik Kohlbacher im Pokalspiel gegen Leipzig bei einem seiner fünf erfolgreichen Abschlüsse. Im Hintergrund beobachtet Andy Schmid die Szene. Foto: Jan Huebner/Michael Taeger via www.imago-images.de imago images/Jan Huebner

Die Erleichterung war mit den Händen zu greifen, als sich unmittelbar nach der Schlusssirene Patrick Groetzki, Jannik Kohlbacher, Andy Schmid und Nikolas Katsigiannis in den Armen lagen. Und auch die anderen Spieler der Rhein-Neckar Löwen suchten die gegenseitige Nähe, um nicht nur den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals zu feiern, sondern auch einen psychologischen Befreiungsschlag.

Nach den beiden desaströsen Niederlagen in Lissabon und Stuttgart gewannen die Löwen am Dienstag vor 2.500 Zuschauern beim SC DHfk Leipzig souverän und auch in dieser Höhe verdient mit 31:24 (15:12). Gensheimer war bester Schütze mit acht Toren.

„Die Mannschaft hatte den Druck gespürt, daher allergrößten Respekt, wie sie die Aufgabe bravourös gelöst hat“, kommentierte Trainer Klaus Gärtner die Vorstellung.

DHB-Pokal: Rhein-Neckar Löwen nach Aus in der European League unter Druck

Nach dem vorzeitigen Aus in der European League hielt sein Team die Chance damit am Leben, zumindest im nationalen Pokalwettbewerb das Saisonziel Final Four erreichen zu können. Das so sehnlichst erhoffte Erfolgserlebnis basierte auf einer geschlossenen Mannschaftsleistung und auf einer enttäuschenden Vorstellung der Gastgeber.

Die Löwen hatten diesmal die Lehren gezogen aus der 30:35-Niederlage in Stuttgart, wo die Abwehr einem Torso glich und die TVB-Rückraumspieler viel zu viele Freiheiten hatten. Um nicht erneut jede Menge Tore aus der Distanz zu kassieren, agierten die Löwen die gesamten 60 Minuten über mit einer 5-1-Deckung mit Ymir Gislason als vorgezogenem Störenfried. Damit gelang es den Gästen, die SC-Angreifer zu stressen.

Kompakt und aggressiv in der Abwehr gegen den SC DHfk Leipzig

Hinzu kam, dass auch am eigenen Kreis die Abwehr kompakt und aggressiv zu Werke ging und Torhüter Katsigiannis die Arbeit erleichterte. Mit zehn zum Teil spektakulären Paraden rechtfertigte der 39-Jährige seine Nominierung. „Schlüssel waren die Deckung, dass wir unsere Chancen genutzt und uns diesmal auch das Spielglück erarbeitet haben“, befand Gärtner.

Dennoch hatte es zu Beginn der Begegnung danach ausgesehen, als würde sich die Negativspirale auch in Leipzig fortsetzen. Durch der Nervosität geschuldete Ballverluste lagen die Löwen nach vier Minuten bereits mit 0:3 zurück.

Doch sie bissen sich ins Spiel, schafften nach acht Minuten den 4:4-Ausgleich und durch Kohlbacher in Minute 14 beim 7:6 die erste Führung. Der Kreisläufer war in der ersten Halbzeit zusammen mit dem von der Siebenmeterlinie treffsicheren Kapitän Gensheimer ein Garant dafür, dass die Löwen mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Pause gingen. Drei seiner insgesamt fünf Tore erzielte er vor der Halbzeit, zudem zog er vier Siebenmeter. Die Achse Schmid - Kohlbacher funktionierte so prächtig wie in besseren Tagen.

Auch nach dem Wechsel ließen die Löwen nicht nach - im Gegensatz zu den Sachsen. Kontinuierlich bauten sie den Vorsprung aus. In der 47. Minute führten sich mit 25:17. Diesen Abstand brachten sie problemlos über die Zeit.

SC DHfk Leipzig: Ivic (4), Gebala (4), Mamic (3), Esche (3), Milosevic (2), Witzke (2), Binder (2), Krzikalla (2/2), Jotic (1), Wiesmach (1).

Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer (8/3), Kohlbacher (5), Schmid (4), Kirkelökke (3), Groetzki (3), Nilsson (2), Horzen (2), Ahouansou (2), Lagergren (1), Diocou (1).

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