Skip to main content

Spitzenspiel der Handball-Bundesliga

Richtungsweisendes Verfolgerduell für die Rhein-Neckar Löwen

Nach dem vorzeitig gesicherten Gruppensieg in der European League müssen die Rhein-Neckar Löwen am Sonntag in der Handball-Bundesliga bei den Füchsen Berlin dringend punkten, um nicht den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren.

Kampf ist Trumpf: Der Löwe Jannik Kohlbacher (rechts) und der Berliner Jacob Holm streiten am 3. November 2019 in der Mannheimer SAP-Arena um den Ball. Foto: Andreas Gora picture alliance/dpa

Kaum dass der vorzeitige Gruppensieg in der European League eingetütet war, richteten die Rhein-Neckar Löwen den Blick nach vorn und Richtung Berlin. „Das wird ein heißes Spiel, da geht es um viel gegen einen direkten Konkurrenten“, sagte Philipp Ahouansou am Donnerstagabend nach seinem Elfer-Pack beim 31:28 gegen RK Trimo Trebnje.

„Richtungsweisend“ sei die Bundesliga-Begegnung am Sonntag (13.30 Uhr) bei den Füchsen, meinte Patrick Groetzki. Und der Sportliche Leiter Oliver Roggisch erklärte: „In Berlin geht es um die Wurst, darum, die Europapokalplätze nicht aus den Augen zu verlieren.“

Nach ihrer 32:34-Pleite am Sonntag in Göppingen sollten die zweitplatzierten Badener beim punktgleichen Tabellennachbarn (beide 23:9) etwas mitnehmen, wenn sie im Kampf um die erneute Qualifikation für die European League nicht weiter an Boden verlieren wollen.

Dass die Löwen weiter direkt hinter Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt (29:3) gelistet sind, liegt zum einen an den vielen ausgefallenen Spielen von Meister THW Kiel (22:2) und der 29:33-Niederlage der Füchse am Donnerstag gegen Flensburg. Dass die Berliner lange auf Augenhöhe mit der SG lagen, ist den Löwen eine zusätzliche Warnung.

Löwen-Trainer Schwalb spricht von „brutaler Aufgabe“

„Das wird eine brutale Aufgabe. Die Füchse haben eine Mannschaft, die die Qualität hat, in der Champions League zu spielen. Da erwarte ich viele Kampfsituationen“, meinte Martin Schwalb.

Dem Löwen-Trainer imponiert neben einer starken Abwehr der Berliner vor allem der Rückraum der Füchse mit den beiden deutschen Nationalspielern Fabian Wiede und Paul Drux, die am Donnerstag ihre Verträge langfristig verlängerten, sowie Lasse Andersson und Jacob Holm. Für Schwalb ist der Däne „der beste 1:1-Spieler auf der Welt mit einem unglaublichen Zug zum Tor“.

Berlin für Löwen kein gutes Pflaster

Auch Groetzki weiß um die Großaufgabe und deren Bedeutung: „Wenn wir die zwei Punkte mitnehmen können, was uns in den vergangenen Jahren ja nicht so oft gelungen ist, dann sieht die Tabelle schon wieder etwas anders aus. Dann können wir zumindest an Platz drei dranbleiben. Aber dafür muss in Berlin viel passen.“

Dann muss nicht nur die Abwehr konzentriert zu Werke gehen gegen die Füchse. Dann dürfen den Löwen, die wieder auf den am Donnerstag unpässlichen Niklas Kirkelökke zurückgreifen können, auch nicht so viele Fehler im Angriff unterlaufen wie gegen Trebnje.

Spiel in der European League fraglich

Vor allem Ahouansou leistete sich direkt nach seiner Einwechslung einige Ballverluste, die Schwalb ziemlich ärgerten. „Da muss man ganz klar sagen: Wenn die Fehler unter Druck passieren in einem Spiel, in dem es um alles geht, dann weiß man nicht, wie lange er auf dem Spielfeld bleibt.“ Mit anderen Worten: Gegen Berlin darf sich auch Ahouansou keinen „Blödsinn“ (Schwalb) erlauben, weil er sonst seine Chance auf ein weiteres Schützenfest verwirkt.

Derweil ist fraglich, ob das für den kommenden Dienstag angesetzte Spiel der Löwen in der European League gegen HC Pelister Bitola aus Nordmazedonien stattfinden oder abgesagt wird.

nach oben Zurück zum Seitenanfang