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Abschluss auf geteiltem 40. Rang

Für die in Weingarten aufgewachsene Golferin Sophia Popov soll Olympia-Erlebnis nicht einmalig blieben

Vier grundsolide Runden hat Sophia Popov bei Olympia gespielt. Das Medaillen-Ziel hat die in Weingarten aufgewachsene Golferin dadurch zwar klar verfehlt, doch es gab auch einige Lichtblicke.

Abgeschlagen: Die in Weingarten aufgewachsene Golferin Sophia Popov konnte in Tokio nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Foto: Zheng Huansong/dpa

Die ganz große Enttäuschung sprach nicht aus Sophia Popov, nachdem sie das olympische Golf-Turnier auf dem geteilten 40. Rang beendet hatte.

Zu deutlich war bereits zur Halbzeit der Rückstand zur Spitze gewesen, um weiter von einer vorderen Platzierung, geschweige denn von einer Medaille, zu träumen.

Und das Olympia-Erlebnis, das konnte der im badischen Weingarten aufgewachsenen Popov ja ohnehin niemand mehr nehmen. „Eine wirklich coole Erfahrung“ sei die Zeit in Japan gewesen, ließ die 28-Jährige wissen.

Allein die Teilnahme an den Spielen war für Popov ein großer Erfolg gewesen – und das auch aufgrund der eigenen Familiengeschichte. Ihre amerikanische Mutter hatte 1980 als Schwimmerin eigentlich das Ticket für Moskau gelöst, doch der US-Boykott verhinderte einen Start.

Medaillen-Ziel bleibt Wunschvorstellung

Und 2012 hatte Popovs Bruder, ebenfalls ein Leistungsschwimmer, die Qualifikation für die Spiele in London knapp verpasst. Nun rettete Sophia gewissermaßen die Familienehre. Doch ursprünglich hatte die Gewinnerin der British Open 2020 noch deutlich mehr im Sinn gehabt. Eine Medaille hatte die Golferin des GC St. Leon Rot als Ziel ausgegeben.

Es blieb eine Wunschvorstellung. Popov lieferte im Kasumigaseki Country Club, in dem ohne Cut gespielt wurde, zwar vier grundsolide Runden ab, doch die Ausreißer nach oben stellten sich nicht ein.

Auf dem Par-71-Kurs kam Popov an den Tagen eins und zwei mit 71 beziehungsweise 72 Schlägen ins Clubhaus. Es folgte eine 70er- und zum Abschluss noch einmal eine 71er-Runde. Ihre Landsfrau Caroline Masson kam am Ende auf ebenso viele Schläge. 17 weniger hatte Siegerin Nelly Korda aus den USA benötigt.

Popov lässt bei den Putts zu viele Chancen liegen

Die Form, so hatte Popov nach Tag drei erklärt, die stimme grundsätzlich: „Ich habe das Gefühl, ich spiele eigentlich gutes Golf. In dieser Woche habe ich einfach nicht scoren können. Ich hätte Schwarz-Rot-Gold gerne etwas besser repräsentiert.“

Und nach Abschluss des Wettkampfes ging sie noch weiter ins Detail. „Ich habe die Birdie-Putts nicht gelocht. Das waren an jedem Tag mindestens zwei bis drei Putts unter drei Meter, die ich nicht gemacht habe“, ärgerte sich Popov.

Allzu lange grämen wird sich Popov vermutlich nicht. Ihr Auftritt in Japan soll nicht der letzte olympische in ihrer Karriere gewesen sein. „Paris in drei Jahren ist definitiv das Ziel“, betonte Popov.

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