Skip to main content

SC Freiburg

Streich singt Loblied auf sein Team und hofft auf Schlotterbeck

Mit neun Gegentoren hat der SC Freiburg nach bisher elf Saisonspielen die wenigsten aller Bundesligisten kassiert. Für Trainer Streich liegt das nicht nur an der Defensive. Dennoch wäre er froh, wenn ein angeschlagener Jungstar für das Frankfurt-Spiel noch fit würde.

Christian Streich steht mit seiner verschworenen Truppe derzeit auf dem dritten Platz in der Bundesliga. Foto: Tom Weller/dpa

Bei Innenverteidiger Nico Schlotterbeck wird es knapp. Nachdem der 21-Jährige schon seine Reise zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft absagen musste, droht er wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel auch im Heimspiel des SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) auszufallen.

„Er wird nur spielen, wenn er vollständig schmerzfrei ist, wir gehen selbstverständlich kein Risiko ein“, sagte am Freitag SC-Trainer Christian Streich, der sicher nicht gerne auf ihn verzichten würde. Denn bislang hat Schlotterbeck, der im Sommer nach einem Leihjahr von Union Berlin an die Dreisam zurückkehrte, alle Spiele komplett bestritten – und gehört zu den hoffnungsvollsten jungen Spielern in der Bundesliga.

Haaland machte keinen Stich

Seine gute Form hat dazu beigetragen, dass der Sport-Club bisher nur neun Gegentore in elf Spielen kassiert hat, das ist der Bestwert in der Liga. Borussia Dortmunds Topstürmer Erling Haaland hatte er am zweiten Spieltag so gut im Griff, dass der Norweger in Freiburg kein Tor erzielte. „Schlotti paart fußballerische Klasse mit großer Zweikampfstärke“, sagte Mittelfeldspieler Nicolas Höfler über seinen Kollegen im „kicker“ (Donnerstag). „Das ist vor allem für uns wichtig, wenn du weißt, du kannst auch mal einen Innenverteidiger im Eins-gegen-eins stehen lassen.“

Dass wir die wenigsten Gegentore haben, bedeutet nicht, dass wir die beste Abwehr der Liga haben.
Christian Streich, Trainer

Für Streich ist aber die gesamte Mannschaft dafür zuständig, Tore zu verhindern. „Dass wir die wenigsten Gegentore haben, bedeutet nicht, dass wir die beste Abwehr der Liga haben, alle sind dafür verantwortlich“, erklärte er. Das fängt ganz vorne an, denn für den SC-Coach galt schon immer, dass die Stürmer die ersten Verteidiger sind. Vor allem Lucas Höler füllt diese Rolle momentan noch besser aus als in den vorherigen Jahren. In den Zweikämpfen war der Stürmer schon immer präsent, aber inzwischen hat er auch die Ballbehauptung verbessert.

Auch mehrere andere Spieler haben sich individuell noch einmal weiterentwickelt. Außerdem spielen die meisten schon lange zusammen, so dass die Automatismen greifen. Auch das trägt dazu bei, dass die Freiburger eine so gute Defensive haben.

Ein Verteidiger als bester Passgeber

Der österreichische Nationalspieler Philipp Lienhart ist der beste Passgeber beim Sport-Club, und hat bereits zentral in der Dreierkette oder in der Viererkette als rechter Verteidiger gespielt. „Er ist sehr beweglich und leichtfüßig, und er hat an sich gearbeitet, die Spielintelligenz hat er sowieso“, meinte Streich kürzlich über ihn. Für Lienhart gelte das gleiche wie für die anderen Verteidiger. „Es ist positiv, dass sie so ausgebildet sind, dass sie auf verschiedenen Positionen spielen können.“

Flekken überzeugt zwischen und vor den Pfosten

Dazu kommt Torwart Mark Flekken in seiner ersten Saison als Nummer eins. Der Niederländer hat Freiburg mit seinen Qualitäten auf der Linie und mit seinem guten Aufbauspiel auf dieser Position ebenfalls auf ein höheres Niveau gehoben. Er bevorzugt die Viererkette, mit der die Freiburger bisher nicht so oft gespielt haben, weil er dann als eine Art Libero agieren kann.

Ob er am Sonntag gegen Frankfurt auf die Viererkette hoffen darf, ließ Streich offen. Das sei immer eine ganz enge Entscheidung zwischen den Systemen. Sie hängt dieses Mal aber vielleicht auch davon ab, ob Nico Schlotterbeck rechtzeitig fit wird.

nach oben Zurück zum Seitenanfang