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Elf Teams mit dabei

Volleyball-Bundesliga: Bühl ist dabei, Berlin ist Favorit

Nur noch elf Teams umfasst das Feld der Volleyball-Bundesliga in der Saison 2020/21. Ganz oben in der Tabelle werden wieder Berlin und Friedrichshafen erwartet. Die Konkurrenten der Bisons Bühl im Überblick.

Auf ein Neues: Der Berliner Trainer Cedric Enard (rechts) und Nationalspieler Julian Zenger wollen auch in der anstehenden Bundesliga-Saison eine führende Rolle spielen. Foto: Eibner-Pressefoto/imago images

Die Volleyball Bisons Bühl haben es in der Bundesliga-Saison 2020/21 mit zehn Konkurrenten zu tun. Nach dem Rückzug des TV Rottenburg ist aus Baden-Württemberg außer Bühl nur noch der VfB Friedrichshafen in der deutschen Volleyball-Eliteklasse vertreten.

Kein Meistertitel trotz perfekter Bilanz

In der abrupt beendeten vergangenen Runde wurde kein deutscher Meister gekürt. Das tat vor allem den Berlin Volleys weh, die bis zum Abbruch eine perfekte Runde abgeliefert hatten. Der Hauptstadt-Club konnte alle 20 Bundesliga-Spiele für sich entscheiden und führte damit überlegen das Klassement an. Versäumtes will das Team von Trainer Cedric Enard nun nachholen. Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Berliner als Top-Favorit auf die Meisterschaft in die neue Runde gehen.

Als härtester Konkurrent wird wie schon seit Jahren der VfB Friedrichshafen angesehen. Am Bodensee ist die Stimmung vor der neuen Saison aber nicht euphorisch. Der Grund: Die heimische ZF-Arena, in der die Häfler viele Erfolge feiern konnten, ist baufällig, wurde deswegen kurzfristig gesperrt und bleibt für immer geschlossen - ein Schock für den VfB, bei dem der Kappelrodecker Thilo Späth-Westerholt die Spielerkarriere beendet hat und in die Geschäftsführer-Funktion gewechselt ist. Unmittelbare Folge des Hallenproblems ist, dass Friedrichshafen im Oktober keine Heimspiele austrägt. Trotz dieser Problematik ist der VfB aber neben Berlin ein heißer Titelanwärter.

Für die United Volleys Frankfurt ist das mittelfristige Ziel die deutsche Meisterschaft. Aktuell haben die Hessen finanziell jedoch etwas abgespeckt, so dass ein absoluter Spitzenplatz in der anstehenden Saison außer Reichweite sein dürfte. Nach dem Ende des deutsch-österreichischen Projekts AlpenVolleys Haching kehrt als Ersatz dafür der TSV Unterhaching in die Bundesliga zurück. Der vierfache Pokalsieger aus der Münchner Vorortgemeinde plant mit einer Mannschaft, die in erster Linie aus jungen deutschen Spielern besteht. Die Platzierung ist nach den Worten der TSV-Verantwortlichen zunächst einmal zweitrangig.

Herrsching spielt auch im Audi Dome

Die Volleys Herrsching werden in der neuen Saison einige sogenannte Highlight-Spiele im Münchner Audi Dome, Heimstätte der Basketballer des FC Bayern München, bestreiten. Dies wird bei den Volleyballern vom Ammersee als „weiterer großer Schritt in Richtung Professionalisierung und Zukunftssicherung“ gesehen.

Trainerwechsel in Düren, Kontinuität in Lüneburg

Bei den Powervolleys Düren hat Trainer Stefan Falter für alle überraschend im September sein Amt aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Er wird vom bisherigen polnischen Co-Trainer Rafal Murczkiewicz ersetzt. Die Frage ist, wie die Mannschaft mit diesem personellen Wechsel kurz vor Saisonbeginn klarkommt. Die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen werden wie immer versuchen, sich mit ihren begrenzten Mitteln ordentlich aus der Affäre zu ziehen. In Yannick Goralik wurde ein Mittelblocker verpflichtet, der zuletzt in Bühl aktiv war. Auf Kontinuität setzt man bei der SVG Lüneburg, bei der nach wie vor Cheftrainer Stefan Hübner das Sagen hat. Die Norddeutschen sind ein Kandidat für die Play-offs, für ganz oben wird es aber kaum reichen.

Giesen mischt im Europapokal mit

Die Grizzlys Giesen belegten in der vergangenen Saison zwar nur den zehnten Platz, nehmen aber die Gelegenheit wahr, erstmals auf europäischer Ebene zu spielen. Der Club aus der Nähe von Hildesheim wurde für den Challenge-Cup zugelassen und hat in Sporting Lissabon einen attraktiven Erstrundengegner zugelost bekommen. Im Zwei-Jahres-Rhythmus gibt das Team des VCO Berlin seine Visitenkarte in der Bundesliga ab. Dahinter verbirgt sich die deutsche U20-Nationalmannschaft, die außer Konkurrenz startet und im Kreis der nationalen Elite-Volleyballer in erster Linie Wettkampfpraxis auf höchstem Niveau sammeln soll.

Sorgen um den Klassenverbleib muss sich diesmal kein Team machen: Der Vorstand der Volleyball Bundesliga hat beschlossen, dass es in der Saison 2020/21 in der Bundesliga keine sportlichen Absteiger geben wird.

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