BNN-Umfrage

Kükenschreddern: Tierquälerei oder notwendiges Übel?

Anzeige

Hennen legen Eier – männliche Küken kommen in den Schredder. Doch das Schreddern der männlichen Küken wird schon lange diskutiert. Nun hat das Leipziger Bundesverwaltungsgericht entschieden: Das Schreddern bleibt für eine Übergangszeit noch erlaubt, bis es eine bessere Lösung gibt. Was ist wichtiger – Tierschutz oder Wirtschaft?

Millionen männliche Küken kommen in der deutschen Legehennenzucht jedes Jahr in den Schredder – und zumindest vorerst bleibt das auch so. In seinem Urteil wog das Leipziger Bundesverwaltungsgericht wirtschaftliche Interessen und Tierschutz gegeneinander ab – und entschied, dass das Schreddern nur noch für eine Übergangszeit erlaubt ist. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) erklärte, Alternativen zu der jahrzehntelang hingenommenen Praxis des Kükentötens gebe es bereits. Sie drängte darauf, das Massentöten männlicher Küken „so schnell wie möglich“ zu beenden.

Die BNN-Leser sind sich größtenteils einig und bewerten das Kükenschreddern als inakzeptabel. Immerhin jeder sechste ist aber der Meinung, dass man die Wirtschaft nicht vor unlösbare Aufgaben stellen dürfe – eine Alternative müsse her.