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Training im Heiligabend-Pulli

KSC-Assistenzcoach Eichner löst Wettschuld ein

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„Ja, ist denn heute schon Weihnachten?“ Die Frage, die sich schon Prominente wie Franz Beckenbauer oder KSC-Fan Olaf Malolepski von den Flippers werbend beziehungsweise singend stellten, ergab sich sich am Dienstag auch für Besucher des Nachmittagtrainings beim Karlsruher SC. Das Outfit von Christian Eichner, des Assistenten von Cheftrainer Alois Schwartz, war schuld. Ein weiß-blauer Wahnsinn mit Bärchen, Bommelmütze und Sternchen drauf, geschätzt in „L“.
Losgelöst von jeder Geschmacksfrage, war Eichner modisch seiner Zeit also voraus. Als „Heiligabend-Pulli“ definierte Sportchef Oliver Kreuzer die Kleiderwahl des 35 Jahre alten Ex-Profis zur Übungsleitung auf dem Platz. Dass sich das Teil für 49,95 Euro im Fanshop kaufen lässt, dürfte Kreuzer nicht mal gewusst haben. „Sehr amüsant“, fand Abwehrspieler Daniel Gordon das Outfit, das Eichner nicht trug, um den Ausverkauf der Kollektionsbestände zu befördern – sondern als Wettschuldner.

Wettschuld bei Pourié eingelöst

Die Geschichte dazu: Beim Besuch der Verbrauchermesse Offerta habe man das Teil in der vergangenen Woche entdeckt und Eichner dem gegen Unterhaching davor Chancen vernichtenden Stürmer Marvin Pourié zugesagt, es bei unpassender Gelegenheit anzuziehen, so Pourié einmal zwei Tore in einem Spiel erzielen würde. „Jetzt muss man den Marvin kennen. Der stürzt sich auf so etwas wie ein junger Hund auf den Knochen“, erzählt Eichner. Denn die erste Chance nutzte Pourié, am Samstag beim 2:1 gegen Würzburg.
Eichner musste sich um den Pulli nicht mal kümmern. „Den hat Marvin selbst besorgt. Zumindest Geld habe ich also keines verloren“, sagt Eichner lachend. War für ihn ja auch nur bedingt neu. Als er noch für den 1. FC Köln spielte, war er vertraut mit dem Brauch, am 11. November zum Karnevalauftakt verkleidet das Training zu bestreiten. Von daher …