Der Griff zur Uhr ist auch an diesem Wochenende wieder nötig. Das könnte sich bald ändern: Die EU denkt über ein Ende der Zeitumstellung nach. | Foto: Berg

Umfrage in Gaggenau

Mehrheit lehnt Zeitumstellung ab

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In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, könnte es dieses Jahr das letzte Mal sein. Auch bei einer EU-Umfrage haben sich mehr als 80 Prozent der Teilnehmer dagegen ausgesprochen. Nach Angaben des Bundesumweltamts trägt die Umstellung nicht mehr – wie ursprünglich vorgesehen – zur Energieersparnis bei. BNN-Mitarbeiter Yannik Jungmann hat die Menschen in Gaggenau zu Sinn und Unsinn der Zeitumstellung befragt.

Hannelore Stößer

Die 1980 eingeführte Zeitumstellung ist nach der Meinung von  Hannelore Stößer nicht sinnvoll. „Früher haben wir ja auch gut ohne gelebt“, so ihre Argumentation. Wenn sie sich zwischen Sommer- und Winterzeit entscheiden müsse, sei sie für eine dauerhafte Winterzeit, da dadurch morgens die Sonne früher aufgehen würde. Was sie mit der zusätzlichen Stunde am Sonntag anfangen will? „Ich möchte mal richtig ausschlafen.“

Erich Rid hingegen findet es wichtig, die Uhren umzustellen, um das Sonnenlicht bestmöglich auszunutzen. Er sei mit der aktuellen Situation zufrieden. Fiele die Umstellung auf die Winterzeit  weg, wäre es ihm persönlich im Winter morgens zu

Sarah Weber

Noch keine Gedanken über dieses Thema hat sich Robin Mack gemacht. Ihm sei es relativ egal, ob die Uhr auch weiterhin umgestellt wird oder nicht. Er werde die zusätzliche Stunde am Wochenende nutzen, um den Geburtstag seiner Tante zu feiern. „Durch die Zeitumstellung wird der Rhythmus des Menschen durcheinander gebracht“, findet Sarah Weber.  Wie die Mehrheit der Teilnehmer der EU-Umfrage bevorzugt sie die Einführung einer dauerhaften Sommerzeit. Auch sie werde die zusätzliche Stunde am kommenden Wochenende zum Schlafen nutzen. Ebenfalls für die Abschaffung der Zeitumstellung ist Claudia Fichter. Es nerve sie immer die eine Woche, die sie für die Umgewöhnung brauche. Außerdem sei der Energiesparfaktor, der eigentliche Grund für die Einführung der Zeitumstellung, nicht mehr gegeben. Sie wünscht sich deshalb eine dauerhafte Winterzeit. Die sei ja schließlich die ursprüngliche Normalzeit.