Leidenschaftlicher Auftritt: Kelvin Jones sucht bei "Das Fest" die direkte Verbindung mit den Zuschauern.
Leidenschaftlicher Auftritt: Kelvin Jones sucht bei "Das Fest" die direkte Verbindung zu den Zuschauern. | Foto: Hora

Meet and Greet bei „Das Fest“

Kelvin Jones versprüht Wohlfühlatmosphäre auf und hinter der Bühne

Anzeige

Als der Singer-Songwriter Kelvin Jones (24) seinen eingängigen Song „Lights On“ inmitten der Menschenmenge präsentierte, tobten die Zuschauer vor der Haupttribüne. Ganz anders beim von den BNN verlosten Meet and Greet mit dem Künstler – im Backstage-Bereich mit Fan Nadine Steinbrück und zwei Freunden schien Jones noch entspannt. Nach dem Treffen mit dem Star erlebten die Gewinner dann ein Konzert des Berliners mit besonderer Atmosphäre. Für den simbabwisch-britischen Musiker war der Auftritt bei „Das Fest“ am Samstagmittag der erste Besuch in Karlsruhe. 

„Ich bin auf jeden Fall schon aufgeregt. So etwas kommt nicht jeden Tag vor“, sagte Steinbrück, bevor es in den Bereich hinter der Bühne ging. Auch ihren Freunden Markus Hofheinz und Stefanie Herrmann war eine gewisse Anspannung anzumerken.

Steinbrück kennt Jones vor allem wegen dem Song „Call You Home“, den ein Freund des Sängers 2014 im Internet veröffentlicht hatte und binnen kurzer Zeit etwa eine Million mal aufgerufen wurde. Danach brach der 24-Jährige sein Maschinenbaustudium ab und nahm in Berlin sein erstes und bisher einziges Album „Stop The Moment“ auf, das Steinbrück, die aus Karlsruhe stammt, ebenfalls schon gehört hat.

Ich habe so etwas noch nie gesehen – eine Bühne direkt am Hügel.

Kelvin Jones ist begeistert vom „Fest“

Schließlich war es so weit: Kelvin Jones begrüßte die Gruppe und setzte sich mit ihr um einen kleinen Tisch – ganz in der Nähe des Eingangs zur Hauptbühne. Der 24-Jährige versprühte sogleich eine entspannte, nette und angenehme Atmosphäre, beantwortete zahlreiche Fragen, aber stellte auch welche. „Ich habe so etwas noch nie gesehen – eine Bühne direkt am Hügel. Es ist für mich ein großes Privileg, hier zu spielen“, erklärte Jones.

Bis zu seinem neunten Lebensjahr wuchs er in Simbabwe auf, zog dann aber nach London. Auf die Frage, was der Unterschied zwischen deutschem und britischem Publikum ist, antwortete der Musiker: „Die Deutschen sind begeisterungsfähiger und schneller in guter Stimmung.“

Der Musiker mag keine hohen Bühnen

Dann wollte Jones von den anderen wissen, was deren bisher bestes Konzert war. Von Seeed über Simple Minds und Pink: Die Antworten fielen sehr unterschiedlich aus. Doch vielleicht lag es nur daran, dass Jones Konzert noch bevorstand? „Meine Einflüsse liegen ganz klar im Blues. Ich mache Popmusik, aber in meiner Stimme und meinem Gitarrenspiel schwingt noch eine gewisse bluesige Note mit“, sagte der 24-Jährige.

Er gibt schließlich doch zu, sehr nervös zu sein. Trotzdem sei die Vorfreude vor dem Auftritt größer. Was er bei Konzerten gar nicht mag? Hohe Bühnen, auf denen er „zu weit vom Publikum weg ist“.

 

Tolle Verbindung zum Publikum

Auf die Hauptbühne kam Jones zunächst einmal alleine und baute von Anfang an eine tolle Verbindung zum Publikum auf. Es solle so laut schreien, als habe jeder drei Whiskey vorher getrunken, meinte der Musiker. Bei „Call You Home“ konnten dann alle mitsingen, bei ruhigeren Songs gerieten die „Fest“-Besucher ins Träumen. Der 24-Jährige gab zudem zu, gerne „Tatort“ zu schauen.

An dem bodenständigen Eindruck, den er hinter der Bühne hinterlassen hatte, änderte sich auch auf der Bühne nichts – er verbreitete eine Wohlfühlatmosphäre. Den Abschluss machte er mit seinem Song „Lights On“, den er auf einer Getränkekiste stehend inmitten der Menge präsentierte. Während am Sonntag der letzte Tag des Festivals stattfindet, tritt Jones schon wieder in seiner alten Heimat England auf.

Im Herbst spielt Kelvin Jones einige Shows als Headliner in Deutschland. Am 22. November ist er in Wiesbaden, einen Tag später in München und am 24. November in Berlin.