Für Max Giesinger war "Das Fest" 2019 ein Heimspiel. | Foto: Hora

Kurzkritik

Max Giesinger beim „Fest“: Ein richtiges Heimspiel eben

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Dass es ein Heimspiel für ihn ist, daran lässt Max Giesinger bei seinem nun schon dritten „Fest“-Auftritt von Anfang an keinen Zweifel: Der Waldbronner wechselt liebend gern „in d´badische Dialekt“, schwärmt von seinen „Fest“-Besuchen, bei denen er noch normaler Gast war, und zeigt seine Tanzmoves als junger Kerl in der Karlsruher Disco „Agostea“.

Karlsruher Publikum schnell erobert

Das mehrheitlich junge Publikum hat der 30-Jährige schnell erobert – am teilweise starken Regen während des Auftritts stört sich direkt vor der Bühne und auf dem „Mount Klotz“ niemand. Viel tun muss Giesinger auch gar nicht: Seine Songs „Bist du bereit“, „Die Reise“ oder „Wenn sie tanzt“ singt er routiniert, die Fans werden mustergültig eingebunden. Der junge Max darf ihn bei einem Lied am Klavier begleiten, Jan zieht auf der Bühne zufällige Lieder-Lose, sodass die Band auch ganz untypische Klänge wie „Gangsta’s Paradise“ spielt. Passenderweise hört bei Rammsteins „Sonne“ dann auch für kurze Zeit der Regen auf.

Eigene Lieder kommen etwas zu kurz

Eigentlich also ein Auftritt wie aus dem Lehrbuch. Was bei der ganzen Show allerdings doch etwas zu kurz kommt, sind die eigenen Lieder von Giesinger. „Zuhause“ (wie treffend!) ist sein letzter Song, zur Zugabe kommt er im KSC-Trikot dann nochmal raus, versucht sich an Gesangsübungen mit dem Publikum à la Freddie Mercury und singt doch noch den von allen erwarteten Hit „80 Millionen“. Seine Fans vor der Bühne sind am Ende begeistert. „Der ist einfach so authentisch geblieben, der Max“, meint eine junge Frau. Ein richtiges Heimspiel eben.