Als die "Santana Classics" am Abend die Bühne betreten, scheint nach einem nassen und ungemütlichen Sonntag doch noch die Sonne. | Foto: Lara Teschers

Sonntag beim „Vor-Fest“

Mit der Sonne kommen die Besucher vor die Cafébühne

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Der „Vor-Fest“-Sonntag begann mit Regen und wenig Publikum. Doch die wenigen Anwesenden trotzten dem Wetter. Das lohnte sich: Am Abend kam die Sonne heraus, inzwischen war es vor der Cafébühne voll geworden. Picknickdecken, kurze Ärmel und Sonnenbrillen ersetzten Kapuzen und Regenschirme.

Es ist Mittagszeit am dritten „Vor-Fest“-Tag in der Günther-Klotz-Anlage. Vor der Cafébühne sitzen rund 50 Menschen, die meisten in Regenjacken. Die brauchen sie auch.

Während das Wetter nass und ungemütlich ist, strahlt „Rieke Katz“ auf der Bühne Sommeratmosphäre aus. Sie ist nach dem Jazzorchester „Pajazzo“ schon der zweite Act des Tages. Im buntem Kleid mit Blumen-Print singt sie Gute-Laune-Songs.


An einem Stand werden Sonnenblumen verteilt. So lässt der Sommer sich an diesem verregneten Sonntagmittag erahnen. Kurz darauf hört dann tatsächlich der Regen auf. Der Effekt des Wetterwechsels lässt nicht lang auf sich warten: Langsam füllt sich die Wiese vor der Cafébühne.

Graue Wolken bleiben auch nach dem Regen

Kurz nach 15 Uhr treffen die drei Freundinnen Julia, Maxine und Jana ein. Sie nehmen an einem der Biertische Platz. Die 16-Jährigen sind zum ersten Mal auf dem „Vor-Fest“. „Wenn das Wetter schöner gewesen wäre, wäre es besser gewesen“, findet Julia.

Obwohl der Regen weg ist, haben sich die grauen Wolken am Himmel noch nicht verzogen. Den Mädchen gefällt das „Vor-Fest“, aber für einen bestimmten Künstler sind sie nicht gekommen. Vielmehr freuen sie sich beim „Fest“ auf Max Giesinger und Alma.

Besucher holen Picknickdecken heraus

Inzwischen spielen die Karlsruher „Schmid & Ritter“, sie covern Phil Collins und andere Klassiker. Sie sind zufrieden mit dem Publikum. Sonst sind sie eher Kneipen statt die Festivalbühne gewohnt, erklären sie im Interview.

„Vor-Fest“-Besucher, die etwas älter als Julia und ihre Freundinnen sind, singen teils begeistert zu den Coversongs von „Schmid & Ritter“ mit. Die ersten Picknickdecken werden herausgeholt.

Maren Hegmanns aus Karlsruhe und Sabrina Flore aus Ettlingen sind mit ihren kleinen Kindern da. Ihnen gefällt das „Vor-Fest“, „weil es einfach schön ist und nicht so überlaufen wie ,Das Fest‘“. Dort wollen sie nur vormittags in den Kinderbereich gehen. Auch auf dem „Vor-Fest“ würden sie sich etwas für Kinder wünschen.

Nebenan wächst die Hauptbühne

Am frühen Abend treten „Miri In The Green“ auf. Auch die Formation sorgt mit ihrer Musik für gute Laune. Immer mehr Leute kommen auf die Wiese neben dem Hügel. Das Publikum ist bunt gemischt, von Jugendgruppen über Familien mit Kindern bis zu älteren Ehepaaren ist alles dabei.

Nebenan wird fleißig aufgebaut: Am Mittag war die Hauptbühne noch kaum als solche zu erkennen, doch nun nimmt sie Gestalt an. Neugierige Zaungäste verfolgen gespannt, was sich hinter der Absperrung abspielt.

Am Abend kommt die Sonne raus

Als schließlich die „Santana Classics“ die Bühne betreten, kommt sogar noch die Sonne heraus. Mit fröhlichen Santana-Coversongs und bunten Hemden ziehen sie das Publikum an. Vor der Bühne bildet sich eine große Menschentraube.

Die Stimmung ist gut, an den Getränke- und Essensständen stehen die Besucher Schlange. Von dem Regen des Vormittags ist kaum noch etwas zu sehen – lediglich der Boden ist hier und da ein bisschen matschig. So endet der Abend doch noch sommerlich.

Den Programm-Abschluss machen die vier Karlsruher von „The Curbside Prophets“ mit einer Musik-Mischung von Surf, Rock und Reggae.