Die kalifornische Blues-Rock-Band Rival Sons heizte den "Fest"-Besuchern ein. | Foto: Hora

Auf der Hauptbühne

„Rival Sons“ heizen „Fest“-Besuchern mit kalifornischem Blues-Rock ein

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Wer bei den Rolling Stones, Black Sabbath oder Deep Purple als Vorband auftreten darf und für gut befunden wurde, hat es in der Musikbranche definitiv geschafft: Die kalifornische Blues-Rock-Band Rival Sons rockten am Sonntagabend die Hauptbühne bei „Das Fest“. Die Jungs aus Long Beach um Frontmann Jay Buchanan heizten bei ihrem einzigen Festival-Auftritt in Deutschland dem Publikum in der Günther-Klotz-Anlage ordentlich ein – nach einem jedoch recht verhaltenen Start.

Er wird als der nächste Robert Plant gehandelt: Frontmann Jay Buchanan wirkte etwas entrückt, als er am Sonntagabend die Hauptbühne bei „Das Fest“ betritt. Vom Outfit über die Bewegungen bis zu den Koteletten hat der Sänger seine Bühne im 70er-Stil perfektioniert. Genauso psychedelisch anmutend ist auch das Bühnenbild ihrer „Feral Roots“-Tour. Mit kraftvoller Stimme und leidenschaftlicher Performance standen die Rival Sons dann ihren Vorbildern in nichts nach und ließen mit schnellen, groovigen Riffs den Mount Klotz beben. Es ist ihr einziger Festival-Auftritt in Deutschland.

Das Karlsruher Publikum brauchte jedoch einige Songs, um mit dem eigenwilligen Auftritt der Band warm zu werden. Jay Buchanan, der zwischenzeitlich seine Schuhe ausgezogen hatte und barfuß über die Bühne spazierte, wirkte einfach zu entrückt, um einen sofortigen Draht zum Publikum zu entwickeln. Zugegeben, die Rival Sons sind auch keine Party-Band. Dafür bekommt man bei den Jungs aus Kalifornien ehrliche Rockmusik, die auch mal etwas härter, aber eben auch nachdenklich sein kann. Auch wenn es etwas dauerte – mit ihrem intensiven und ruhelosen Sound eroberten die Rival Sons nach nur wenigen Liedern die Zuhörer. Und so dauerte es auch nicht lange, bis das Publikum richtig ausflippte und sich der erste Moshpitt bildete. Am Ende forderten die Zuhörer begeistert nach eine Zugabe – da hatte Schlagzeuger Michael Miley aber bereits seine Drumsticks in die tobende Menge geworfen.