Backstage-Bilder vom Gablonzki Beat-Bassisten auf dem "Vor-Fest" Karlsruhe 2019 | Foto: hora

„Vor Fest“-Auftakt

Wetter-Wechselbad vor der Cafébühne

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Zum Auftakt des „Vor-Fests“ wurde der Hügel in der Günther-Klotz-Anlage abwechselnd in Sonnenstrahlen und Regenwasser getaucht. Autor Philipp Fess hat die lichten Momente genutzt, um das Wissen der hart gesottensten Besucher mit einem kleinen Quiz auf seine „Festigkeit“ zu prüfen.

Es war ein Wechselbad, weniger eines der Gefühle als eines der Witterung, auf das sich die Besucher des „Vor-Fests“ eingelassen haben. Bevor die Günther-Klotz-Anlage ihre Pforten öffnete, brannte die Sonne auf den Hügel hinab und ließ frühe Besucher ins Schwitzen kommen. Umso verlockender war da die Aussicht, sich an einen der Tische vor der Cafébühne zu setzen und sich mit einem kühlen Getränk zu erfrischen.

Vorsichtig optimistisch

Die Erfrischung kam dann auch, aber nicht in Form einer Bestellung an einem der vielen Stände auf dem Festgelände. Philipp Schätzle, Pressesprecher der Karlsruhe Marketing und Event GmbH (KME), war da noch zuversichtlich, dass trotz des wechselhaften Wetters viele Gäste den Weg zum „Vor-Fest“ finden werden. Und tatsächlich, so kam es auch: Unmittelbar nach den erfrischenden Schauern begannen sich die ersten Gäste an besagten Tischen niederzulassen und bereits erwähnte Kaltgetränke zu sich zu nehmen.

Dieses Sonnen-Intermezzo haben die BNN dann auch umgehend genutzt, um den Gästen mit einem Quiz zu Leibe zu rücken, das die nichts ahnenden Besucher darauf prüfte, wie fest sie im „Vor-Fest“-Sattel sitzen:

Da lachte die Sonne noch mit den etwa 20 Besuchern, die sich mittlerweile auf dem Platz vor der Cafébühne eingefunden hatten. Nur um dann aber, leider fast pünktlich zu Beginn des Auftritts der „Early Roman Kings“, Regengüssen zu weichen, die fast so schnell verschwanden, wie sie gekommen waren. Ins Wasser gefallen ist der Auftritt der „Early Roman Kings“ aber nicht, unter den umliegenden Imbiss- und Getränkeständen rückten die Zuschauer zusammen, um Riffs und Rhythmen zu lauschen.

“Gablonzky Beat“ lockt die Besucher

Gegen Ende des Auftritts goss es dann wie aus den sprichwörtlichen Eimern und die Günther-Klotz-Anlage bekam ein paar Seen mehr, aus denen schlammige Soße über die Wege mäanderte. Aber auch das war nur ein verhältnismäßig kurzes Zwischenspiel, sodass „Gablonzky Beat“ – eine halbe Stunde und ein paar bühnentechnische Anpassungen später – mit Rock und Reibeisen-Stimme schon gut 150 Besucher aus den trockenen Ecken hervorlocken konnte.

Reigen im Regen

Mit einem weiteren Regen setzt auch die letzte Band des Abends ein. In Regencapes tanzen die Besucher des „Vor-Fests“ fröhlich und unbeeindruckt von den Witterungswidrigkeiten im Reigen auf dem nassen Festgelände zu dem irischen Folkrock von „The Krusty Moors“. „Fiddle“, Mundharmonika und der herb-heimelige Gesang von Frontmann Paul „Scruffy“ Burke verwandeln das “Vor-Fest“ in eine Mischung aus Pub und Jahrmarkt aus dem vergangenen Jahrhundert – die perfekte Musik für einen trotz allem gelungenen „Vor-Fest“-Auftakt, die das Zeug hat, über raue Zeiten und raue Wetterwechsel hinwegzutrösten.