ZiSch - Münzgeld und EC-Karten
Das liebe Geld: Auch Schüler machen sich darüber Gedanken. | Foto: ©tongpatong - stock.adobe.com

St.-Dominikus-Gymnasium

„Die Menschen wollen immer mehr haben“

Anzeige

Noa Hoffmann | Klasse 9b
St.-Dominikus-Gymnasium Karlsruhe

Geldkonsum als Sucht

Ein großes Problem in dieser Gesellschaft ist, dass der Konsum verherrlicht wird. Wenn ein neues Handy rauskommt, wollen es alle gleich haben, ebenso ist es bei neuen Liedern, Filmen und Kleidern. Und man kann es ja nicht leugnen: Dieses Gefühl, etwas Neues zu besitzen, was nur einem selbst gehört und was man später anderen zeigen kann, wodurch man Ansehen und Lob bekommt, ist schon ein gutes.

Anerkennung reicht nicht aus

Doch diese Anerkennung hält nicht lange, davon wird man auf Dauer ja auch nicht glücklich, also muss es immer mehr werden. So führt das dazu, dass die Menschen immer mehr haben wollen, so eben auch Geld. Schon von Klein auf wird man dazu aufgerufen, mal etwas aus sich zu machen und viel Geld zu verdienen, sonst steht man am Ende auf der Straße und gehört zu der untersten Schicht der Bevölkerung.

Welchen Abschluss braucht man wirklich?

Die Abi-Durchschnitte müssen immer besser sein und überhaupt, wenn man kein Abitur hat, wer ist man dann überhaupt? Was kann man schon erreichen, wenn man nur Mittlere Reife oder gar einen Hauptschulabschluss hat? Die Menschen in der Arbeitswelt werden immer korrupter und sehen nur den Verdienst. Doch wie es den Menschen, die für sie arbeiten, dabei geht, interessiert sie nicht.

Streben nach Geld ist nicht gut.

Es ist zwar gut, sich um Geld zu kümmern, damit man keine Angst haben muss, dass es nicht reicht. Doch dieses geizige Streben nach Geld, um immer mehr Besitz anzuhäufen und in der Gesellschaft nach oben zu steigen, tut unserer Welt nicht gut. Natürlich sollten die, die am meisten arbeiten, auch mehr Gehalt bekommen als die, die nichts dafür tun. Doch irgendwann ist es auch überflüssiger Luxus.

Gerechtigkeit mal anders

Was bringt uns denn ein drittes Auto? Wir können sowieso nur mit einem Auto fahren. Man sollte zwischen überflüssigem Luxus und Dingen, die einem wirklich helfen, sich gut zu fühlen, unterscheiden können. Alle wollen immer Gerechtigkeit. Doch andererseits fänden sie es auch nicht besser, wenn sie zum Beispiel mehr Steuern zahlen müssten, um Ärmere zu unterstützen, oder mehr Geld für Kleidung auszugeben, damit die Arbeiter nicht ausgenutzt werden.

Bei vielen ist dieser Gedanke schon ausgeschaltet und sie denken nur noch daran, wie sie mehr Geld verdienen können und weniger ausgeben. Das ist eine Sucht, die den Menschen zwar keinen offensichtlichen Schaden zufügt, doch für unsere Gesellschaft ist diese „Sucht“ nicht gut.