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Das liebe Geld: Auch Schüler machen sich darüber Gedanken. | Foto: ©tongpatong - stock.adobe.com

St.-Dominikus-Gymnasium

Wie lege ich mein Geld an?

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Ronja Ramisch | Klasse 9b
St.-Dominikus-Gymnasium Karlsruhe

Frühes Einsteigen in den Finanzmarkt ist wichtig

Auch wenn die Besucherzahlen der Messen und Kongresse für Finanzen und Geldanlagen zeigen, dass Aktien weiterhin im Aufwind sind, muss man feststellen, dass die Deutschen im Wertpapierhandel immer noch zurückhaltend sind. Von ihrem Geldvermögen stecken Privathaushalte durchschnittlich nur fünf Prozent direkt in Aktien oder Aktienfonds. Doch wenn das Vertrauen der privaten Anleger für eine Aktie einmal besteht, halten viele über Jahre hinweg daran fest, egal, was kommt.

Ansatzpunkt: Die Angst nehmen

Genau an diesem Punkt muss man ansetzen, will man den Aktienhandel in Deutschland fördern: Den Deutschen den Finanzmarkt näher bringen und damit neue, zuverlässige Investoren gewinnen. Denn der größte Faktor, der Menschen von einer erfolgreichen Geldanlage abhält, ist nicht das falsche Investment oder Glück, sondern die Angst vor dem Investieren. Und genau diese Angst muss Deutschland genommen werden und zwar durch frühes Einsteigen in den Finanzmarkt.

Erfahrungen machen souverän

Je früher man über Wirtschaft und Geld nachdenkt und je früher man erste praktische Erfahrungen sammelt, desto souveräner wird man im Umgang mit Finanzen. Spätestens wenn man Fehlanlagen macht, Sparpläne aufstellen muss, Versicherungen abschließt oder Erbschaften übernimmt, wird man sich ärgern, dass man sich nicht gut genug in diesem Bereich auskennt.

Finanzielle Bildung durch Gespräche.

Finanzielle Bildung sollte regelrecht konsumiert werden, sei es durch Diskussionen mit Eltern und Bekannten, Lesen der Zeitung oder Besuchen von Aktien- und Börsentagen. Ab einem Alter von 16 Jahren kann man Aktien mit Unterschrift der Eltern erwerben, doch müssen diese bei jedem neuen Aktienkauf zustimmen, bis die Volljährigkeit erreicht ist. Auch können Eltern für ihre Kinder Aktien kaufen und diese ihnen dann später überlassen – und sei es, um sich mit fünf Jahren auszurechnen, wie viel Eis und Süßigkeiten man von der Dividende kaufen kann.

Vorurteile an der Börse

In unserem heutigen Umfeld werden Menschen, die an der Börse aktiv sind, sofort als Freaks oder Superreiche abgestempelt, weil sie ihr Geld nicht auf ein „sicheres“ Festgeldkonto bei der heimischen Bank legen und es dabei belassen. Dass das Geld auf dem Konto jedes Jahr durch die Inflation zwei Prozent an Wert verliert und nur sicher ist, solange die Bank noch Liquidität besitzt, und somit genauso wie bei Aktien an das Risiko eines Unternehmens gebunden ist, wird oftmals nicht wahrgenommen. Abgesehen davon, dass laut der Anlagestudie der Credit Suisse Aktien die renditeträchtigste Anlageform sind.