Schüler mit Hund
Alle lieben Cupi: Schüler der Otterstein-Werkrealschule Pforzheim umringen den geliebten Schulhund. | Foto: pr

Otterstein-Werkrealschule

„Anderssein ist für uns normal“

Klasse 8a
Otterstein-Werkrealschule Pforzheim

 

Was unsere Schule ausmacht

Wir sind Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der Otterstein Werkrealschule. Jedes Jahr machen wir tolle Projekte und Ausflüge, in diesem Jahr haben wir am Zeitungsprojekt ZiSch der BNN teilgenommen. In unserem Artikel möchten wir unsere Schule und das, was besonders ist, vorstellen.

Bücherbus, AGs und Projektwochen sorgen für Abwechslung

Wir haben ein tolles Leseangebot, denn jeden Monat kommt der Bücherbus zu uns. Er kommt um 10.30 Uhr und bleibt etwa eine Stunde. In dieser Zeit können sich alle Schüler Bücher oder Spiele ausleihen. Außerdem kommt jeden Tag ein Bäcker zu uns in die Schule. Das ist ziemlich gut, wenn man mal sein Frühstück vergessen hat.

Bei uns an der Schule gibt es eine Sani-AG. Dort darf man in der 6. Klasse anfangen. Einige aus unserer Klasse sind jetzt schon seit drei Jahren dabei. Herr Schmidt vom Roten-Kreuz kam auch vorbei und hat uns stabile Seitenlage, das Anlegen eines Kopfverbandes und andere wichtige Sachen gezeigt. Geleitet wird die AG von Frau Mahler. Sie ist immer für einen Spaß zu haben, und man kann mit ihr über alles reden.

Eine weitere Besonderheit ist unsere Projektwoche, die alle zwei Jahre am Ende des Schuljahres stattfindet. Jeder Lehrer bietet verschiedene Projekte an, Radtouren, ins Fitnessstudio gehen, Basteln und einmal gab es auch ein Graffitiprojekt. Dabei ist unter anderem unser Graffiti „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ entstanden. Denn diese Auszeichnung haben wir seit zwei Jahren. Unser Pate ist Guido Buchwald. Es finden jedes Jahr Aktionen statt wie Fußballturniere, da heißt es dann „Kicken gegen Rassismus“. Uns ist es sehr wichtig, dass sich jeder an unserer Schule wohlfühlen kann. Wir sind sehr „multikulti“ und Anderssein ist für uns normal.

Einmal in der Woche kommt unser Schulhund Cupi vorbei. Er gehört unserer Klassenlehrerin Frau Ahrenholz und ist immer bei uns dabei, manchmal geht er aber auch in andere Klassen mit. Alle Kinder mögen ihn sehr, weil er sehr ruhig und lieb ist. Selbst die Kinder, die am Anfang noch Angst haben, verlieren diese schnell und freuen sich, wenn sie ihn sehen.

Hausaufgabenbetreuung und Förderunterricht helfen

Wer mal seine Ruhe braucht, kann sich in der Chill-Ecke ausruhen. Es gibt eine für die Realschule und eine für die Werkrealschule. Manche Schüler lernen auch dort oder bekommen Nachhilfe. Nach dem Unterricht kann man zur Hausaufgabenbetreuung gehen. Das ist für viele Schüler richtig toll, weil man seine Aufgaben schon in der Schule erledigt hat und auch mal nachfragen kann, wenn man etwas nicht verstanden hat.

Immer für ein paar Schüler aus einer Klasse gibt es in der Begegnungsstätte in Dillweißenstein einmal pro Woche Englisch-Förder. Eine ehemalige Lehrerin nimmt sich dann Zeit, um Vokabeln zu üben, auf die Aussprache zu achten oder auch mal Spiele auf Englisch mit den Kindern zu spielen. Richtig toll dabei ist, dass es vorher ein kleines Mittagessen gibt. So können alle nach einem anstrengenden Schultag erstmal gemeinsam essen, bevor dann weiter gelernt wird.

Für die 8. und 9. Klasse gibt es zudem noch ein Mathe-Förderangebot. Das hat bei einigen Schülern schon zu besseren Mathenoten geführt.

Wenn es mal Streit gibt, kann man zu den Streitschlichtern gehen. Das sind Klassensprecher, die eine spezielle Ausbildung gemacht haben und sich nun um Streitereien kümmern können.

In unserem Schulgarten gibt es schöne Blumen aber auch Apfel- und Quittenbäume. Wir haben schon mal Saft selber gepresst, andere Klassen haben Quittengelee gekocht und an einem Stand vom Nikolausmarkt verkauft.

Wir aus der 8a unternehmen viel zusammen

Jetzt möchten wir noch etwas über unsere Klasse schreiben: Vor zwei Jahren wurde unsere Klasse getrennt, weil wir zu viele Schüler waren. Unsere Klasse ist dann in eine Art Abstellraum gekommen, weil es keinen freien Raum gab. Mitte der 7. Klasse wurde die Hausmeisterwohnung renoviert und zu einem kleinen Klassenzimmer umgebaut. Ende des Schuljahres rechneten wir nicht damit, dass alles rechtzeitig fertig wird, aber zum Beginn des Schuljahres konnten wir dann doch einziehen. Jetzt sind wir weit weg von den anderen Klassen, wir haben unsere eigene Küche, Toiletten nur für unsere Klasse, ein kleines Arbeitszimmer mit Büchern und einen Balkon. Manchmal sind noch die Sprachförderschüler nebenan. Das sind Kinder, die noch nicht lange in Deutschland sind und die Deutschunterricht bekommen.

Wir unternehmen ziemlich viel. Bereits in der 5. Klasse hatten wir eine Kooperation mit dem Theater Pforzheim. Wir durften mitverfolgen, wie ein Theaterstück entsteht, haben die Proben besucht und schließlich wurde das Stück „Ente, Tod und Tulpe“ in der Schule für unsere Klasse aufgeführt.

In der 6. Klasse haben wir bei einem Stadtteilprojekt mitgemacht. Dabei haben wir die Burg Rabeneck besichtigt und durften mittelalterliche Kostüme tragen.

Auch Klassenfahrten nach Karlsruhe und an den Bodensee waren dabei und auch Schulhausübernachtungen gab es.

Wenn wir Lust haben, gehen wir spontan nachmittags ins Kino. Wir suchen uns einen Film raus, der viele interessiert und haben schon einige Filme zusammen angesehen. Manchmal gibt es auch Schulkino. Letztes Jahr konnten wir uns dabei den Film „Tschick“ anschauen, zu dem wir vorher bereits das Buch gelesen hatten.

Ein Ausflug in die Kunsthalle Karlsruhe war unser letzter Ausflug. Eine Museumspädagogin hat uns viel erklärt und anschließend durften wir selber unser künstlerisches Können ausprobieren: Aquarellmalerei, Kohlezeichnung oder Abklatschbilder waren einige der Techniken, an denen wir uns versucht haben.

Die Lehrer machen die Schule für uns besonders

Das war ein kleiner Einblick in unser Schulleben. Natürlich gäbe es noch viel mehr zu berichte. Was unsere Schule aber für uns besonders macht, sind die Lehrer, die immer für uns da sind, und unser Schulleiter Herr Dauenhauer, der immer ein offenes Ohr für uns hat und sich immer Zeit nimmt, um uns zuzuhören. Alle Lehrer sind für Späße zu haben und meistens macht auch der Unterricht Spaß.

Wir sind froh, an der Otterstein Werkrealschule zu sein.