Gruppe Schüler mit Heften
Schulalltag bedeutet Lesen, Rechnen und Co. – aber auch mit Freunden zusammen zu sein. | Foto: ©jolopes - stock.adobe.com

St.-Dominikus-Gymnasium

Musiklehrerin rockt den Unterricht

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Hanan Yazji und Annerose Jandrey | Klasse 9b
St.-Dominikus-Gymnasium Karlsruhe

Das Hobby zum Beruf gemacht oder der Berufung gefolgt?

Montag, erste Stunde: Sie betritt den Musiksaal, begrüßt die Klasse mit einem beschwingten „Guten Morgen“, setzt sich an den Flügel und fängt an zu spielen. Die Schülerinnen versammeln sich um sie und auf allen Gesichtern weicht die morgendliche Müdigkeit einem glücklichen immer breiter werdenden Lächeln. So bereitet man sich und seiner Klasse einen freudigen Start voller guter Laune in eine neue Woche. Und niemand kann das besser als Musiklehrerin Judith Mammel vom St.-Dominikus-Mädchengymnasium in Karlsruhe.

Vom Musizieren im Klassenensemble über Konzertbesuche bis hin zu eigenen Gruppenkompositionen: Diese Lehrerin hat das Talent, auch Schülerinnen, die nichts mit Musik am Hut haben, für das Fach und ihren Unterricht zu begeistern. Hanan Yazji und Annerose Jandrey, beide seit der 8. Klasse begeistert im vierstündigen Musikzug dabei, haben ihre Lehrerin nach dem Erfolgsrezept für ihren Unterricht gefragt.

Warum sind Sie Musiklehrerin geworden und seit wann hatten Sie den Wunsch, Ihr Wissen weiterzugeben? Haben Sie sich dabei bewusst für ein Mädchengymnasium entschieden?

Mammel: Ich habe mit zwölf beschlossen, dass ich Musik zum Beruf machen möchte. Der Wunsch war aber an keine konkrete Ausübung gebunden. Für ein Mädchengymnasium habe ich mich bewusst entschieden, weil ich wusste, dass an dieser Schule Musik gepflegt wird und gedeihen kann.

Also verstehen wir das richtig, dass es Ihnen am Herzen liegt, den Schülerinnen vor allem auch den Spaß an der Musik zu vermitteln?

Mammel: Spaß finde ich sogar ein bisschen zu kurz gegriffen, weil Musik so viele emotionale Facetten bietet. Ich versuche, sowohl die Bandbreite erleben zu lassen, aber auch Verstehen zu vermitteln. Mir ist es wichtig, dass man nicht nur an der Oberfläche schwimmt.

Wo nehmen Sie die Energie her, bis zur zehnten Stunde motiviert zu bleiben und die Begeisterung an Ihre Schülerinnen weiterzugeben?

Mammel: Auf jeden Fall gibt mir die Musik Energie, aber auch Klassen, Chöre oder Schülerinnen geben einem Energie. Das ist so wie ein Feedback, als ob man dadurch auch den Akku auflädt. Wenn es gut läuft und sie darauf anspringen, dann gibt einem das auch wieder Energie. Wenn man Energie gibt, bekommt man auch welche.

Wo sehen Sie Schwächen im eigenen Unterricht?

Mammel: Bei meinem Umgang mit Technik (lacht).

Welche Momente im Leben einer Musiklehrerin sind die schönsten?

Mammel: Wenn meine Begeisterung für die Musik auf die Schülerinnen oder Sängerinnen übergeht.