Gruppe Schüler Rückenansicht
Zusammen macht so ein Schultag viel mehr Spaß. Egal, ob es in die Pause oder zur Mathestunde geht. | Foto: ©AntonioDiaz - stock.adobe.com

St.-Dominikus-Gymnasium

Nonnenbunker? Von wegen!

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Maika Göttle und Sina Pischem | Klasse 9b
St.-Dominikus-Gymnasium

Vorurteile – stimmen sie wirklich?

Katholische Mädchenschulen gibt es schon lange und ebenso lange auch die Vorurteile dagegen. Sie reichen von unschuldigen Spitznamen wie „Nonnenbunker“ bis hin zu den Unterstellungen, dass alle Mädchen dort Jungs hassen würden oder große Angst vor ihnen hätten. Auch dass Mädchenschulen aufgrund der fehlenden Jungen „total langweilig“ seien, ist ein gängiges Klischee. Unter dem Unterrichtsinhalt stellen sich viele Menschen bloß Stricken, Kochen und Nähen vor. Doch das am häufigsten genannte Vorurteil ist der große und immerwährende Zickenkrieg.

Freundinnen im Unterricht

Falsch gedacht. Auf dem St.-Dominikus-Gymnasium in Karlsruhe hat sich kein einziges dieser Klischees bewahrheitet. Im Gegenteil: Die Mädchen bilden eine innige und soziale Klassengemeinschaft, von Zickenkrieg keine Spur und langweilig wird es bei so vielen Freundinnen sowieso nicht. Auch kleine Peinlichkeiten, die vor Jungs ein großes Drama garantieren würden, werden hier mit Offenheit toleriert.

Bessere Leistung in Naturwissenschaften

In fast allen Fällen hat die Wahl dieser Mädchenschule nichts mit Jungenhass oder gar Angst vor dem anderen Geschlecht zu tun. Den meisten Mädchen gefällt einfach das Angebot der Schule, welches sich keinesfalls aufs Kochen, Stricken und Häkeln reduziert. Und nicht nur das, ohne Jungs gibt es erwiesenermaßen bei vielen Mädchen eine Leistungssteigerung von bis zu  40 Prozent in den naturwissenschaftlichen Fächern.

Die Mädchen auf dem St.-Dominikus-Gymnasium sind jedenfalls froh, diese Schule gewählt zu haben und sehen über Lästereien von anderen mit einem Lächeln hinweg.