ZiSch | Heinrich-Hertz-Schule Karlsruhe | Klasse 1BK2T
Kreuzung Rastatter Straße/Pfauenstraße. An der Haltestelle Tulpenstraße in Rüppurr. | Foto: pr

Heinrich-Hertz-Schule

Unfallstadt Karlsruhe

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Oliver Scheib und Krisztián Kerekes | Klasse 1BK2T
Heinrich-Hertz-Schule Karlsruhe

Immer mehr schwere Kollisionen mit Straßenbahnen

Die gelb-rot lackierten Straßen- und Stadtbahnen gehören zum Stadtbild von Karlsruhe. Sie befördern täglich mehrere Tausende Fahrgäste durch die Stadt. Vor allem Rentner und Schüler, die sie täglich nutzen, schätzen sie sehr. Doch gerade die Stadtbahnen machen Karlsruhe zur Unfallstadt Nummer eins. Alleine im Januar 2017 gab es sechs Unfälle, die im Zusammenhang mit Straßenbahnen standen. Wir fragen uns, liegt die Ursache bei den Bahnfahrern oder bei den Autofahrern? Laut mehreren Berichten liegt in den seltensten Fällen die Ursache bei den Bahnfahrern. Unvorsichtige Verkehrsteilnehmer oder verbesserungswürdige Verkehrsknotenpunkte sind oftmals der Auslöser.

Trotz mit Ampeln gesicherten Bahnübergängen kam es an mehreren Haltestellen in den vergangenen Jahren zu etlichen Kollisionen zwischen Straßenbahnen und Autos. Meistens werden sowohl das Rotlicht der Ampel, als auch die Verkehrsschilder von Autofahrern übersehen. Dies führt oft zu den oben genannten Zusammenstößen. Der durchschnittliche Schadenswert einer Kollision liegt im fünfstelligen Bereich. Darüber hinaus müssen Passagiere, die auf die Bahnen angewiesen sind, warten, bis Maßnahmen, wie beispielsweise ein Schienenersatzverkehr, eingerichtet sind.

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Die beobachtete Straßenkreuzung, im Hintergrund die Haltestelle Tulpenstraße. | Foto: pr

Wir haben uns eine der Kreuzungen, an deren Bahnübergang es in letzter Zeit mehrfach zu Unfällen gekommen ist, genauer angeschaut. An der Haltestelle Tulpenstraße im Stadtteil Rüppurr. Hier befindet sich ein Bahnübergang, der die Herrenalber Straße mit der Rastatter Straße verbindet. Aus der Rastatter Straße kommend ist es verboten, links abzubiegen und somit den Bahnübergang zu passieren. Dennoch geschieht es häufig, dass Fahrzeuge verkehrswidrig nach links abbiegen. Die Ursache ist laut Aussagen mehrere Beteiligter das Fahrtrichtungsvorgabeschild, das leicht übersehen wird. In diesem Zusammenhang wird auch der verbesserungswürdige Verkehrsknotenpunkt erwähnt. Wir stimmen den Aussagen der Beteiligten zu. Zusätzlich haben wir festgestellt, dass die Ampel immer zum selben Zeitpunkt grün wird, während auch die Bahn den Bahnübergang passiert. Dies erhöht das Risiko einer Kollision erheblich, wenn Autofahrer versehentlich links abbiegen.

Unserer Meinung nach, wäre für alle Verkehrsteilnehmer das Anbringen von Schranken am sinnvollsten. Da dies allerdings sehr kostenintensiv wäre, könnten wir uns vorstellen, die  Fahrtrichtungsvorgabeschilder durch neongelbe Rahmen noch kenntlicher zu machen.