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Der Klimawandel lässt die Zeckensaison immer früher beginnen

Zecken sind nicht harmlos und können gefährliche Krankheiten übertragen. Doch auch beim diesem Thema stehen die Mitglieder der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. mit Zeckentest und Beratung bereit.

Kaum steigen die Temperaturen, warten die Zecken in hohem Gras und in Büschen darauf, zuzuschlagen. Das Gefährliche an den lästigen Blutsaugern sind die Krankheiten, die sie übertragen können.
Kaum steigen die Temperaturen, warten die Zecken in hohem Gras und in Büschen darauf, zuzuschlagen. Das Gefährliche an den lästigen Blutsaugern sind die Krankheiten, die sie übertragen können. Foto: Vitalii Hulai/Adobe Stock

Zecken werden aktiv, sobald die Temperatur 8 Grad Celsius überschreitet, was als Folge des Klimawandels immer früher im Jahr der Fall ist. Sie lauern dann auf Sträuchern und Grashalmen in Wäldern, auf Wiesen aber auch in Stadtparks und immer öfters schon in privaten Gärten. Die Parasiten lassen sich nicht auf einen Wirt herabfallen, sondern hängen sich beim Vorbeistreifen an ihn an.

Auch die geliebten Vierbeiner haben unter diesen Parasiten zu leiden. Darum sollte man beim Gassigehen immer eine Zeckenzange mit dabei haben.
Auch die geliebten Vierbeiner haben unter diesen Parasiten zu leiden. Darum sollte man beim Gassigehen immer eine Zeckenzange mit dabei haben. Foto: ownza/Adobe Stock

Die in Mitteleuropa am meisten verbreitete Zeckenart ist der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Neue Arten aus fernen Ländern sind aber auch bei uns schon entdeckt worden. Alle Zecken ernähren sich vom Blut aller Säugetiere, also auch vom Menschen. Dabei kann eine infizierte Zecke Krankheiten auf ihren Wirt übertragenen. Die häufigsten Krankheiten sind bei uns die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose.

Zahl der FSME-Erkrankungen steigt von Jahr zu Jahr

Gegen die FSME, eine Hirnhautentzündung, ist eine Schutzimpfung möglich, die für alle in Risikogebieten (Baden-Württemberg u. Bayern) lebenden Menschen empfehlenswert ist. In Deutschland sind 0,1 bis 5 Prozent der Zecken mit dem FSME-Virus infiziert. Die Anzahl der Erkrankung steigt von Jahr zu Jahr, vor allem in höheren Lagen über 500 bis 700 Metern.

In tiefer gelegenen Gebieten wird es den Zecken wegen der Erwärmung eher ungemütlich. Deshalb sank die FSME-Erkrankungen bundesweit laut Robert-Koch-Institut von 712 auf 417. Das soll aber kein Grund sein mit den FSME-Impfungen nachzulassen.

Zecken können FSME und Lyme-Borreliose übertragen. Darum sollte man nach einem Zeckenbiss zur Sicherheit lieber gleich Apotheke oder Arzt aufsuchen.
Zecken können FSME und Lyme-Borreliose übertragen. Darum sollte man nach einem Zeckenbiss zur Sicherheit lieber gleich Apotheke oder Arzt aufsuchen. Foto: KPixMining/Adobe Stock

Gegen Borrelien, die Erreger der Lyme-Borreliose, ist leider kein Impfschutz verfügbar. In Deutschland kann jede vierte Zecke Borellien übertragen und schwerste Schädigungen bis zu Todesfällen verursachen.

Auf mögliche Anzeichen der Infektion achten

Eine frühzeitige Antibiotikatherapie kann den Ausbruch der Krankheit verhindern. Mögliche Anzeichen für eine Infektion sind ein roter Hof um die Bissstelle oder grippeähnliche Symptome, jedoch treten diese Symptome nicht bei jeder Infektion auf. Ist die Zecke noch verfügbar, kann man mit einem Labortest klären, ob sie überhaupt Borrelien enthält.

Ein Arzt kann gegebenenfalls rechtzeitig eine Therapie veranlassen. Eine Blutuntersuchung beim Patienten direkt nach dem Stich ist wenig aussagekräftig, da die Antikörper gegen Borrelien erst nach vier bis sechs Wochen nachgewiesen werden können.

Unterstützung durch die Karlsruher Apotheker

Die Mitglieder der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. bieten in Zusammenarbeit mit einem Karlsruher medizinisch-diagnostischen Speziallabor ihren Kunden einen solchen Zeckentest auf Borrelien und FSME-Viren preisgünstig an. In der Apotheke abgegebene Zecken werden in kürzester Zeit vom Labor getestet und das Ergebnis umgehend von der Apotheke dem Kunden übermittelt. In den letzten Jahren war fast jede fünfte der eingeschickten Zecken Träger von Borrelien.

Auch beim Thema Zeckenbiss sind die Mitglieder der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. der passende Ansprechpartner.
Auch beim Thema Zeckenbiss sind die Mitglieder der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. der passende Ansprechpartner. Foto: contrastwerkstatt/Adobe Stock

In den teilnehmenden Apotheken, die man unter www.apo-ka.de findet und an dem Logo der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. erkennt, kann man auch hervorragend geeignete Zeckenpinzetten zum sicheren Entfernen dieser Tiere erwerben.

Die Kalrsruher Apotheker empfehlen, sich in Zeckengebieten grundsätzlich mit langen Hosen und Strümpfen aufzuhalten und vorbeugend spezielle zeckenabwehrende Sprays oder Lotionen auf die Beine aufzutragen. Nach einem Aufenthalt in Risikogebieten sollte der gesamte Körper nach Zecken abgesucht werden.

Zum Thema „Gefahren durch Zecken“ haben die Mitglieder der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. viel Informationsmaterial und immer einen Guten Rat.

Die Apothekerinnen und Apotheker der GRUPPE KARLSRUHER APOTHEKER e.V. helfen gerne weiter. Einfach nachfragen!

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