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Kritik an Deutscher Bahn

Graben-Neudorf verabschiedet Trassen-Resolution

Die Deutsche Bahn messe mit zweierlei Maß, sagt der Gemeinderat Graben-Neudorf. Warum gelte das Wohlergehen von Anwohnern an Bestandsstrecken weniger als das von Menschen an Neubaustrecken?

Der Gemeinderat in Graben-Neudorf hat für den Neubau der Schienengütertrasse zwischen Mannheim und Karlsruhe gestimmt. Foto: Rake Hora

Einstimmig hat der Gemeinderat Graben-Neudorf eine Resolution zum Neubau der Schienengütertrasse zwischen Mannheim und Karlsruhe verabschiedet.

Ausdrücklich betont die Gemeinde zu Beginn, dass sie zur Verkehrswende und dem Ausbau des Schienengüterverkehrs stehe. Das von der Bahn angestoßene Dialogverfahren im Vorfeld der Planungen begrüße Graben-Neudorf ausdrücklich.

Gerügt wird der Umstand, dass Gespräche mit einzelnen Interessensgruppen parallel geführt worden seien – was das Verfahren zunehmend untergrabe.

Der Lärmschutz in Wohngebieten in Graben-Neudorf soll gesichert werden

In der Resolution unterstützt die Gemeinde die vom Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) angestoßene Karlsruher Erklärung und fordert politische Vertreter dazu auf, darin getroffene Festlegungen einzuhalten.

In dem vom RVMO verabschiedeten Text wird unter anderem die Wichtigkeit des Schienenverkehrs betont und gleichzeitig die Transparenz der Planungen gefordert.

Eingriffe in Siedlungsbestände oder naturnahe Freiräume sollen soweit als möglich vermieden werden, der Lärmschutz gesichert.

Regionalverband fordert Ermittlung der konkreten Betroffenheit von Anwohnern

Der bisherige Planungsprozess missachte die Gesundheit der Menschen, die an einer Bestandsstrecke wohnen – lediglich Neubauvarianten berücksichtigten Abstandszonen zur Trasse.

Bei bereits existierenden Trassen geht die Bahn durch Vorbelastungen von einer geringeren Zunahme an Lärm durch die Trassenbündelung aus.

Die Bahn solle die konkrete Betroffenheit der Anwohner ermitteln. Werde dies ignoriert, sollen Vertreter des RVMO die Streckenführung korrigieren.

Abschließend fordert die Gemeinde, dass die Bahn schon bestehende Belastungen der Anwohner anerkennt und „endlich ihrer Verantwortung zur einer wirksamen Lärmsanierung im Bestand nachkommt“.

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