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Keine Verletzten

Scheune wird bei Brand in Pfinztal-Söllingen völlig zerstört

In Pfinztal-Söllingen ist am Dienstagnachmittag eine Scheune niedergebrannt. 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort, um umliegende Gebäude vor den Flammen zu schützen. Verletzt wurde niemand.

Eine brennende Scheune hat am Dienstag zu einem großen Feuerwehreinsatz in Pfinztal-Söllingen geführt. Foto: Waldemar Gress

Völlig zerstört wurde am Dienstagnachmittag eine gemeindeeigene Scheune bei einem Brand „Hinter der Kelter“ in Söllingen. Die Hauptsorge der 60 Einsatzkräfte der Pfinztaler Feuerwehr galt dabei nicht dem Objekt als solchem, vielmehr dem Umstand, dass das zehn Meter hoch aus dem Dach schlagende Feuer auf etliche in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Gebäude überzugreifen drohte.

Zentral in der Söllinger Ortsmitte wäre dadurch auch das benachbarte Bürgerhaus in Gefahr gewesen. Die Nachbarhäuser wurden geräumt und die Bewohner von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht, darunter Asylbewerber aus einer Notunterkunft der Gemeinde und der Hausmeister.

Der in der Nähe wohnende Feuerwehrkommandant Patrick Kühn war einer der ersten, der das Feuer noch vor der offiziellen Alarmierung um 15.14 Uhr bemerkte und ins Feuerwehrhaus eilte. Sofort sei eine Riegelstellung aufgebaut worden, mit der das Übergreifen auf die Nachbarhäuser verhindert werden konnte, sagt er. Als besonders effektiv habe sich dabei die Drehleiter erwiesen, die zur Bekämpfung des Funkenflugs eingesetzt worden sei.

B10 während Feuerwehr-Einsatz in Pfinztal-Söllingen gesperrt

Während des Einsatzes wurde die B10 von der Polizei so lange komplett gesperrt, bis die zwölf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr ihre Position eingenommen hatten. Insgesamt waren unter der Leitung von Polizeipostenleiter Hans-Peter Ochs elf Beamte aus Pfinztal und dem Polizeirevier Durlach im Einsatz. Das Rote Kreuz musste seine drei herbeigeeilten Einsatzfahrzeuge nicht zum Einsatz bringen.

Völlig zerstört wurde am Dienstagnachmittag eine gemeindeeigene Scheune bei einem Brand „Hinter der Kelter“ in Söllingen. Foto: Aaron Klewer/Einsatz-Report24

Über die Brandursache konnte Kommandant Patrick Kühn keine Angaben machen. Die Ursache müsse Spekulation bleiben. Zur Schadenhöhe gab es sehr unterschiedliche, ebenfalls spekulative Schätzungen. Während der Kommandant von 100.000 Euro ausging, lag Rüdiger Müller mit seinen Schätzungen deutlich darunter.

Die nur noch als Lagerplatz dienende Scheune sei langfristig gesehen ohnehin ein Abrissobjekt gewesen, meinte der Pfinztaler Ordnungsamtsleiter, der sich vor Ort ebenso ein Bild machte wie Bürgermeisterin Nicola Bodner. „Ich bin froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist“, sagte sie. Das Objekt wäre im Rahmen der Neugestaltung der Söllinger Ortsmitte sowieso der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Müller ging von Abrisskosten in Höhe von nicht mehr als rund 20.000 Euro aus.

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