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Stadt macht Millionen-Minus

Kita-Beiträge werden in Lichtenau zehn Prozent teurer

Die Kindergartengebühren in Lichtenau werden im kommenden Jahr steigen, und zwar um rund zehn Prozent. Auch das Mittagessen an der Grundschule wird teurer.

Rund zehn Prozent teurer sollen die Kita-Gebühren in Lichtenau werden. Foto: Anne-Rose Gangl

Die Gebühren für Kinderbetreuung und Mittagstisch in den städtischen Kindergärten sowie der Gustav-Heinemann-Grundschule in Lichtenau stehen unter der Handlungsempfehlung der Kommunalaufsicht, die Erträge zu steigern. Die Entscheidung, die Kindergartenbeiträge ab 1. Februar 2021 um rund zehn Prozent je Gebührensatz zu erhöhen, wurde schweren Herzens, jedoch unter dem Zwang der städtischen Finanzen mehrheitlich getroffen.

Zum 1. März 2020 wurden in den drei städtischen Kindergärten „Rasselbande“, „Die kleinen Strolche“ und „Außer Rand und Band“ sowie im katholischen Kinderhaus „St. Josef“ 33 Kinder unter drei Jahren sowie 152 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in elf Gruppen von 38 Erzieherinnen betreut. Die Gebührenerhöhungen, die sich an den Empfehlungen der Kirchen und Kommunalen Landesverbände anpassen, stehen schon seit Jahren fraktionsübergreifend in der Kritik der Lichtenauer Gemeinderäte, die am liebsten keine Beiträge für die Kinderbetreuung erheben würden.

„Doch das liegt nicht unserer Hand“, so Bürgermeister Christian Greilach, der in diesem Jahr Kosten von rund zwei Millionen Euro für die Lichtenauer Kindergärten auf dem Tisch hat. Trotz Landeszuschüssen in Höhe von 551.600 Euro und den Elternentgelten in Höhe von 170.000 Euro bleiben rund 1,3 Millionen Euro ungedeckte Kosten bei der Stadt hängen.

Elternbeiträge sollen 20 Prozent der Kosten decken

Angestrebt werde ein Kostendeckungsgrad durch Elternbeteiligung in Höhe von mindestens 20 Prozent. In Lichtenau lag dieser in den vergangenen Jahren bei zehn bis 15 Prozent, wie Kämmerer Michael Burkhard informierte.

Während man sich in der Haushaltsstrukturkommission auf eine Erhöhung von rund zehn Prozent geeinigt hatte, preschte Gerhard Meier (CDU) im Namen seiner Fraktion und der SPD mit dem Vorschlag vor, lediglich um sechs Prozent zu erhöhen. Sein Antrag wurde mehrheitlich mit Gegenstimmen von CDU und SPD abgelehnt.

Gebhard Deibel (Grüne) verwies auf den Wunsch nach einem kostenfreien Kindergarten, erinnerte jedoch an das in Lichtenau breit gefächerte Betreuungsangebot mit wöchentlichen Betreuungszeiten von 35 Stunden, fünf Stunden mehr als im Landesdurchschnitt.

Auch Gebühr für Mittagstisch steigt

Ebenfalls erhöht wurden die Gebühren für den Mittagstisch in den städtischen Kindergärten um monatlich fünf Euro, sowie die Gebühren für den Mittagstisch in der Gustav-Heinemann-Grundschule. In der Schule nehmen derzeit über 70 Kinder das Angebot wahr.

Die Monatsgebühr für vier Essen in der Woche gerechnet auf elf Monate wurde von 37,50 Euro auf 48 Euro monatlich erhöht. Der Einzelpreis würde bei 37 Schulwochen à vier Mittagessen rund 3,60 Euro betragen. Wie Kämmerer Michael Burkhard informierte, sollte auch in diesem Bereich versucht werden, schrittweise einen Kostendeckungsgrad von 55 Prozent zu erreichen.

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