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„Große Woche” in Iffezheim startet unter Corona-Bedingungen

Jockeys reiten in Iffezheim wieder ohne Masken

An diesem Samstag beginnt in Iffezheim Deutschlands wichtigstes Galopp-Meeting. Die Sportveranstaltung auf der Galopprennbahn vor den Toren Baden-Badens geht erneut in ungewöhnlicher Form, sprich, unter Corona-Bedingungen über die Bühne.

Sensationeller Sieg mit unglaublichen 14 Längen Vorsprung: Im Vorjahr hat der Vollbluthengst „Ghaiyyath“ mit dem Starjockey William Buick im Rennsattel vor rund 18.000 Besuchern den 147. Longines Großer Preis von Baden gewonnen. In diesem Jahr werden nur maximal 500 Gäste den Grandprix erleben. Foto: Ralf Joachim Kraft

Boxen auf für die große Woche: Ab diesem Samstag, 5. September, bis Sonntag, 13. September, geht auf der Rennbahn in Iffezheim Deutschlands wichtigstes Galopp-Meeting in durchaus ungewöhnlicher, bisher nicht gekannter Form über die Bühne.

Das sportliche Programm an den fünf Renntagen umfasst nach Aussage von Rennveranstalter Baden Racing, der 2010 in Iffezheim das Zepter übernahm, sechs Gruppe-, drei Listen- und zwei hoch dotierte BBAG-Auktionsrennen sowie ein Listenrennen für arabische Vollblüter. Der erste Start ist jeweils für 13.15 Uhr geplant. Insgesamt hat Baden Racing 55 Rennen ausgeschrieben, das Preisgeld beträgt insgesamt mehr als 900.000 Euro.

55 Rennen ausgeschrieben: Preisgeld beträgt mehr als 900.000 Euro

Wie die BNN berichteten, wurde das Sommermeeting in diesem Jahr wegen Corona um eine Woche verschoben. Sportlicher Höhepunkt des Jahres ist wie seit der Rennbahn-Gründung 1858 der Große Preis von Baden. Die diesmal mit 175.000 Euro Preisgeld (sonst 250.000 Euro) dotierte Leistungsprüfung der Gruppe I über 2.400 Meter wird am Sonntag, 13. September, zum 148. Mal ausgetragen.

Der Sieger erhält eine Einladung zum millionenschweren Japan-Cup in Tokio. Das Rennen für dreijährige und ältere Pferde wird zum zehnten Mal unter dem Patronat des Schweizer Uhrenherstellers Longines gelaufen.

Während das Sommermeeting im Vorjahr mehr als 65.000 Besucher an sechs Renntagen anlockte, lassen die aktuellen gesetzlichen Corona-Vorschriften in Baden-Württemberg diesmal pro Renntag nur maximal 500 Zuschauer zu. Dieses kleine Kontingent wird größtenteils von Reitern, Besitzern und Sponsoren-Vertretern in Anspruch genommen. Allerdings ist im Gegensatz zum Frühjahrsmeeting zahlendes Publikum zugelassen, wenn auch nur in geringer Zahl. Für die Zuschauer stehen nur wenige Karten kurzfristig online zur Verfügung.

Restkarten für Große Woche können noch kurzfristig gekauft werden

Laut Baden Racing werden die Wettschalter auf dem Rennbahngelände geöffnet sein. Der Bahnumsatz dürfte laut Veranstalter freilich sehr gering ausfallen. Und der Außenumsatz werde dadurch gedämpft, dass es anders als im Frühjahr bei den Online-Wetten keine Solidarleistungen der Buchmacher mehr geben wird. Baden Racing bietet eigenen Angaben zufolge pro Renntag zwei, also insgesamt zehn Viererwetten an und schüttet dabei „mindestens 136.666 Euro“ aus.

„Über die Rennen wird umfassend im Fernsehen und Online im Livestream berichtet - zum Beispiel auch über unsere eigene Website”, teilt Baden Racing-Sprecher Peter Mühlfeit mit. Wie die BNN unlängst berichteten, wird auch die Münchener Sport1 GmbH am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, einige Rennen live im Free-TV und in ihrem eigenen Livestream übertragen.

Über die Rennen wird im Fernsehen und Online im Livestream berichtet

Im Gegensatz zum Saisonauftakt im Frühjahr müssen die Reiter diesmal während der Rennen keine Masken tragen. Die Stimme des Kommentators wird über die Lautsprecher zu hören sein – und es finden laut Mühlfeit auch wieder Siegerehrungen in kleinerem Rahmen statt. Hostessen sind seinen Angaben zufolge im Champions- und Longines-Club im Einsatz. Auf dem Rennplatz gebe es für die Besucher einen Getränke- und einen Bratwurststand. Das Brenners Park-Hotel & Spa werde ein eigenes kleines Gäste-Kontingent in der Brenners-Lounge anbieten.

Wie Bürgermeister-Sekretärin Klaudia Heitz gegenüber den BNN bestätigt, wird es eine Rennbahn-Bewirtung durch die örtlichen Vereine nicht geben. Und zwar weder in der Freilufthalle, wo sich der Fußballverein (FVI) zunächst dazu bereiterklärt hatte, dann des Aufwands wegen aber doch absagte, noch auf dem Kapellenberg, wo nach alter Tradition der Fanfarenzug (FZI) das Festzelt bewirtschaftet - normalerweise.

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