Skip to main content

1.000 neue Windräder

Walker: „Staatswald stärker für Windkraftausbau öffnen“

Das Ziel, in den nächsten Jahren bis zu 1.000 Windräder auf baden-württembergischen Landesflächen aufzustellen, bleibt bestehen. Der Windkraftausbau im Land stockt in letzter Zeit aufgrund vieler Verfahren und Klagen.

Thekla Walker (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltministerin von Baden-Württemberg, hält am ehrgeizigen Ziel der Landesregierung fest. Foto: Bernd Weissbrod/dpa/Archivbild

Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker hält am ehrgeizigen Ziel der grün-schwarzen Landesregierung fest, in den kommenden Jahren bis zu 1.000 Windräder auf Staatswald- und Landesflächen aufzustellen. Ziel sei es, den Staatswald stärker für den Ausbau zu öffnen und dort bis zu 500 Anlagen zu errichten. „Bei der Windkraft haben wir die Möglichkeit, schnell Flächen im Staatswald auszuweisen und dafür eine Vermarktungsoffensive zu starten“, sagte die Grünen-Politikerin den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“ (Mittwoch). „Da können wir selbst tätig werden, was wichtig ist.“

Die grün-schwarze Landesregierung hat in ihrem Koalitionsprogramm beschlossen, zwei Prozent der Landesfläche für erneuerbare Energien zur Verfügung zu stellen. Dazu müssen die Regionalparlamente allerdings ihre Flächenpläne überarbeiten. Das werde länger dauern, räumte Walker ein: „Klimaschutz geht nicht von heute auf morgen. Aber wir wollen in dieser Legislaturperiode die Flächen bereitstellen.“

Ökostrom aus Wind ist ein zentraler Pfeiler der Energiewende. Seit einiger Zeit aber stockt der Ausbau vor allem der Windkraft an Land. Als Hauptgründe gelten lange Genehmigungsverfahren und viele Klagen. Außerdem müssen Artenschutz und Windkraft kompliziert zusammengedacht werden. Im Südwesten waren Ende des vergangenen Jahres 731 Anlagen in Betrieb, das sind gerade mal 12 mehr als 2019. Zum Vergleich: In Niedersachsen drehen sich mehr als 6350 Windräder.

nach oben Zurück zum Seitenanfang