Skip to main content

Betrunkene Fahrer und Wildes Parken

Seit Zulassung 122 Unfälle mit E-Scootern im Südwesten

Seit über einem Jahr sind 122 E-Scooter-Fahrer in einem Unfall verunglückt. Dabei spielten häufig das Fahren auf verbotenen Wegen eine Rolle. Auch das Fahren unter Alkoholeinfluss ist ein Thema.

Franz Lutz (l), Stuttgarter Polizeipräsident, und Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg, präsentieren die Präventionskampagne „rideitright“ zum sicheren Umgang mit E-Scootern. Foto: Felix Schröder/dpa

Seit Zulassung der E-Scooter im vergangenen Sommer sind Rollerfahrer bei 122 Unfällen in Baden-Württemberg verunglückt. 23 Menschen wurden dabei bis Mitte Juni 2020 schwer verletzt. Bei knapp 75 Prozent waren die Rollerfahrer verantwortlich für den Crash, berichtet ein Sprechers des Innenministeriums.

Zwischen der bundesweiten Erlaubnis im Juni und dem Jahresende 2019 hat die Polizei im Südwesten 1261 Verstöße mit E-Scootern erfasst. Die meisten Vergehen hängen mit dem Fahren auf verbotenen Wegen zusammen, Nutzer besaßen aber auch sehr oft keine notwendige Versicherung für den Roller. Weitere häufige Verstöße waren wildes Parken, Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss und die unerlaubte Nutzung mit zwei Menschen auf dem Scooter, teilte das Innenministerium mit.

Kampagne für sicheren Umgang mit Rollern

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) und der Stuttgarter Polizeipräsident Franz Lutz haben am Montag die Kampagne „rideitright“ präsentierten. Die Kampagne soll den sicheren Umgang mit E-Scootern vermitteln.

Beide haben auf das Problem mit betrunkenen Fahrern hingewiesen. Bei den Rollern gelten die gleichen Promillegrenzen wie für Autofahrer. „Die Erfahrung der Polizei ist, dass viele Bürgerinnen und Bürger diese Dinge schlicht nicht wissen“, sagte Strobl.

Seit einer Verordnung vor einem Jahr sind die Roller fester Bestandteil von vielen Städten. Jedoch sind wichtige Regeln zu beachten: Nutzer müssen auf Fahrradwegen fahren oder auf Fahrbahnen und Seitenstreifen ausweichen - Gehwege sind tabu. Ein Führerschein ist nicht notwendig, allerdings müssen Fahrer mindestens 14 Jahre alt sein.

nach oben Zurück zum Seitenanfang