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Projekt kostet 7,5 Millionen Euro

Brücke in Mühlacker wird wegen Bauarbeiten zum Nadelöhr

Die Arbeiten an der neuen Herrenwaagbrücke in Mühlacker-Dürrmenz haben am Montag begonnen. Insgesamt ist für das 7,5 Millionen Euro teure Projekt eine Bauzeit von zwei Jahren vorgesehen.

Mit der Einrichtung der Baustelle startet der Neubau der Herrenwaagbrücke. Für Mühlacker-Dürrmenz ist das ein Grund zur Freude, findet Stadtrat Rolf Leo Foto: Stefan Friedrich

Die Arbeiten an der neuen Herrenwaagbrücke in Mühlacker-Dürrmenz haben am Montag begonnen. Zunächst wurde die Baustelle eingerichtet und verkehrssicher gemacht. Im Laufe der Woche soll es dann noch kleinere Arbeiten vorweg geben. Insgesamt sind für die erste Bauphase zehn Monate angesetzt. Mit größeren Verkehrsproblemen ist vorerst nicht zu rechnen. Der Verkehr fließt mithilfe einer Ampellösung über die bestehende Brücke.

Es tut sich also was an der bestehenden Brücke. Laster bringen am Morgen die ersten Absperrgitter vorbei, Arbeiter bauen sie direkt auf und sperren den – vom Ort aus gesehen – linken Bereich ab. Einer, der diese ersten Schritte beobachtet, ist Rolf Leo, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Gemeinderat von Mühlacker.

Er sagt: „Es ist ein Tag der Freude für Dürrmenz.“ Ein Tag, auf den sie alle lange gewartet haben – spätestens seit dem großen Weihnachtshochwasser von 1993. „Damals war die alte Brücke der neuralgische Punkt“, erklärt Leo und zeigt auf die beiden Pfeiler, die die bestehende Brücke tragen.

Sie haben damals Baumstämme aufgehalten, die die Enz bei zu viel Wasser mit sich führte. Durch den Rückstau stieg der Pegel an und Dürrmenz hatte ein Problem. Dergleichen soll mit der neuen Brücke nicht mehr passieren. Sie kommt nämlich ohne Pfeiler aus. „Dürrmenz ist erleichtert, dass das so kommt“, betont Leo.

Brücke in Mühlacker ist nur auf einer Seite befahrbar

Dass das Regierungspräsidium die Bauabläufe zurückliegend schon intensiv vorgestellt hat, das sei in der Bevölkerung „dankbar angenommen“ worden, bestätigt er. Insofern werde es auch kein Problem sein, wenn es ab und an zu Behinderungen kommen wird.

Die ersten zehn Monate sollen mit halbseitiger Sperrung und einer Ampelregelung überbrückt werden. Das dürfte zwar zu leichten Verzögerungen im Verkehrsfluss führen, allerdings werden sich die Bürger schnell daran gewöhnen, ist Leo überzeugt. „Das muss man eben in Kauf nehmen“, räumt er ein. „Da ist dann einfach Geduld gefragt.“

Natürlich hofft er auch auf die äußeren Bedingungen. Wenn sie so gut sind wie an diesem Montag, dann sollte das Bauvorhaben problemlos innerhalb der anvisierten Bauzeit abgeschlossen sein. „Wir hoffen halt, dass wir weiter so gutes Wetter haben werden“, bemerkt der Stadtrat deshalb; auf jeden Fall aber wünscht er sich: „kein harter Winter mehr und auch kein Hochwasser“.

An beiden Seiten der Brücke müssen Kreisverkehre gebaut werden

Schwierig werden könnte es, sobald die neue Brücke fertiggestellt ist und die beiden Kreisverkehre an jeder Seite dieser Brücke gebaut werden müssen. Wer dann aus Dürrmenz kommt, muss zwingend über Lomersheim ausweichen; von Wiernsheim aus braucht es sogar einen größeren Umweg über Großglattbach und Lomersheim bis nach Mühlacker, der laut Behördenangaben etwa zehn bis zwölf Minuten zusätzlicher Fahrzeit bedeutet.

Doch auch das wird vorübergehen, schaut Leo optimistisch in die Zukunft. „Das ist eben eine riesen Baumaßnahme, die wird immer mal wieder für Ärgernis sorgen.“ Mit seiner Informationspolitik will zumindest das verantwortliche Regierungspräsidium dafür sorgen, dass die Öffentlichkeit jederzeit über die genaue Umsetzung informiert ist und sich folglich auch frühzeitig auf eventuelle Behinderungen einstellen kann.

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