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Karlsruher IT-Szene zeigt sich

Bunte Nacht der Digitalisierung: Wenn Roboter das DJ-Pult erobern

Als 1984 Deutschlands erste E-Mail in Karlsruhe eintrudelt, gibt es noch keine Smartphones. Autos sind so schlau wie ihre Fahrer. Und das Internet kennen nur die wenigsten. Jetzt, 35 Jahre später, sind die meisten ständig online. Von unterwegs wird der Kontostand geprüft, eingekauft oder getextet.

Stadt im Wandel: Rund 100 Unternehmen sowie städtische Ämter beteiligen sich an der Veranstaltung in Karlsruhe. In dieser Größe sei das bundesweit einmalig, sagen die Organisatoren. Foto: karlsruhe.digital/Dennis Dorwarth Photograpie

Und in der Fächerstadt kurven bereits die ersten autonomen Autos umher. „Digitalisierung“ lautet das Schlagwort der Stunde. Und genau das steht am 11. Oktober in Karlsruhe bei der „Bunten Nacht der Digitalisierung“ im Mittelpunkt.

Abschlussfeier im ZKM

Rund 100 Firmen und Einrichtungen gewähren an diesem Tag den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen. Los geht’s ab 14 Uhr im Rathaus, anschließend steht eine Podiumsdiskussion auf dem Programm. Ab 15 Uhr starten dann auch die Unternehmen und Co. Bei der Abschlussfeier im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) sollen dann ab 22 Uhr sogar Roboter-DJs auflegen.

Die BNN begleiten die Veranstaltung als Medienpartner und liefern am Freitag in einer Sonderbeilage einen Programmüberblick. Online ist die Beilage hier zu finden. Das Programm der Badischen Neuesten Nachrichten : In der Geschäftsstelle in der Lammstraße können die Leser hinter die Kulissen blicken. Wie soll die neue BNN-Website einmal aussehen? Was bedeutet Qualität im Journalismus? Und welche Themen möchten die Menschen in Karlsruhe lesen? Antworten auf diese Fragen und viele mehr gibt es zwischen 15 und 22 Uhr in der Lammstraße. Diskussionsrunden mit Interessierten finden um 16, 17.30 und 19 Uhr statt - denn nichts ist wichtiger als der Austausch mit den Lesern.

Im ZKM sind die BNN ebenfalls zwischen 15 und 22 Uhr mit einem Informationsstand vertreten. Mitarbeiter aus dem Digital-Team beantworten alle Fragen rund um Jobs wie Web-Developer und Online-Sales-Manager in dem Medienhaus.

Digitalisierung erlebbar machen

Ziel der Veranstaltung: Digitalisierung soll für jeden sicht- und erlebbar werden. Gleichzeitig wolle sich der IT-Standort Karlsruhe aber auch gezielter vermarkten, sagt Gabriele Luczak-Schwarz, Erste Bürgermeisterin und Vorsitzende der Initiative karlsruhe.digital. Diese vereint Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur sowie Verwaltung und organisiert die Veranstaltung, die in dieser Größe bundesweit einmalig sei. Dementsprechend groß ist auch die Vorfreude bei Michael Decker, der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Bereich „Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft“ leitet.

Studenten in Karlsruhe halten

„Wenn’s um Digitalisierung geht, kommt man an Karlsruhe eben nicht vorbei“, betont er. Allerdings unterliege die IT-Branche einem ständigen Wandel. „Allein eine riesige Datenmenge zu haben, reicht heute nicht mehr aus“, weiß Decker. Immer wichtiger werde unter anderem die Frage, wie wir unsere Software sicher bekommen. Auch daran arbeite man in Karlsruhe. Das KIT präsentiert sich bei der Veranstaltung im Campus Süd, via Virtueller Brille (VR) landen die Besucher dann aber im großen Datenzentrum des Campus Nord. Wie das KIT, ist auch das CyberForum für die IT-Branche nicht wegzudenken. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, müsse man Studenten in Karlsruhe halten, meint Martin Hubschneider.

Drohnen-Rennen

Begeisterung könne da auch die „Bunte Nacht der Digitalisierung“ schaffen, ist der geschäftsführende Vorstand des CyberForums und Gründer von CAS-Software überzeugt. Vielleicht kann ja auch schon das Drohnen-Rennen den ein oder anderen überzeugen. „Alle sollen wissen, was hier an Innovationen entsteht. Und leben lässt es sich in Karlsruhe ja auch sehr gut“, ist Hubschneider überzeugt.

Programm startet mittags

Für Luczak-Schwarz bietet die Veranstaltung zudem die Möglichkeit, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen und Ängste abzubauen. Doch warum startet das Programm dann mittags, wenn die meisten noch arbeiten müssen? „Das ist der zentrale Auftakt“, meint Luczak-Schwarz. Falls sich im Nachgang viele einen späteren Beginn wünschten, würde man das im Falle einer Wiederholung natürlich diskutieren.

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