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Staus sind programmiert

Diese Baustellen beeinträchtigen 2020 den Verkehr auf Karlsruhes Straßen

Starke Behinderungen auf den großen Verkehrsachsen um Karlsruhe kommen auf die Autofahrer zu. Auf der A 8 und auf der B 10 wird gebaut. Damit sind Staus beiderseits der Rheinbrücke Maxau und auf der A 8 vom Dreieck Karlsruhe Richtung Stuttgart programmiert. Die Experten gehen deshalb davon aus, dass die Karlsruher in der Stadt unter Umleitungs- und Schleichverkehr leiden werden.

STARK BELASTET durch Schleichverkehr, der den Baustellen-Stau auf der A8 umfährt, werden die Anwohner mehrere Stadtteile wie das Foto von Grünwettersbachs Durchfahrt zeigt. Foto: jodo

Autofahrer und Anlieger müssen auf wichtigen Straßen in und um Karlsruhe 2020 mit enormen Behinderungen rechnen. Lärm, Stau und Gestank sind vorprogrammiert.

Erneut werden besonders die Grünwettersbacher und die Palmbacher beziehungsweise die Stupfericher und die Grötzinger sowie die Knielinger leiden. Die Autofahrer haben wiederum die B10-Rheinbrücke sowie auf dem A8-Aufstieg vom Karlsruher Dreieck mit der A 5 bis zur Anschlussstelle Karlsbad wegen Großbaustellen mit Behinderungen und Staus zu erwarten.

Ist die A8 dann verstopft, wird sich der Fernverkehr einen Weg durch die engen Hauptstraßen der Bergdörfer und durchs Pfinztal bahnen. Gleiches gilt für die ebenfalls schon 2019 stark vom Schleichverkehr geplagten Knielinger, wenn es auf der B10 (Südtangente) – diesmal besonders Richtung Pfalz – wegen einer Großbaustelle nur noch im Schritttempo voran geht.

Arbeiten an Fahrbahndecken

Was wird auf den beiden überregionalen Verbindungen 2020 gemacht? „Die Fahrbahn der B10 nach Westen, von der Knielinger Brücke bis zur Rheinbrücke, wird von Anfang Juli bis Mitte September saniert“, erklärt Martin Kissel, Chef des Karlsruher Tiefbauamts. D

ort müsse die durch die Warteschlangen vor dem Nadelöhr Rheinbrücke während deren Sanierung in den beiden Vorjahren beschädigte Asphaltdecke dringend erneuert werden, sagt er. In beide Richtungen stehen dann laut Kissel weiter zwei Fahrstreifen zu Verfügung, allerdings verengt und mit Verschwenkungen.

Staus gen Stuttgart

Ähnlich eng geht es in dem halben Jahr von Mai bis Ende Oktober auf der A8 Richtung Stuttgart zu, wenn dort die Fahrbahn nach Osten vom Dreieck in Etappen bis zum Anschluss Karlsbad und damit auch der Direktanbindung von Palmbach und Stupferich saniert wird. Im Vorjahr war schon die Gegenrichtung an der Reihe.

Sanierungen an B 36 und L 559

Zu diesen Engpässen auf den Routen für Pendler und Fernverkehr im Westen und im Osten Karlsruhes mit entsprechenden Auswirkungen auf das innerstädtische Straßennetz kommen noch die Beeinträchtigungen im Nordwesten: Dort werden vom 28. März bis Mitte Juni die Beläge an den Rampen der B 36 zwischen Neureut und Leopoldshafen sowie die L 559 beim Campus-Nord des KIT erneuert.

Diese Baustellen auf Straßen des Bundes und des Landes haben nach Einschätzung von Baubürgermeister Daniel Fluhrer „großen Einfluss“ auf das Verkehrsgeschehen in der Stadt, wo ohnehin auch noch an einigen wichtigen Stellen gebaut wird.

300 Baustellen beeinträchtigen Verkehr

Zwar fällt die Gesamtzahl der Bauvorhaben in der Fächerstadt gegenüber der Zahl 501 im Vorjahr 2020 mit 421 Baustellen auf der Straße geringer aus. „Doch es bleibt eine große Fülle“, betont Fluhrer. Zudem werde diesmal bei den sich negativ auf den Verkehr auswirkenden Maßnahmen der Rekordwert von 300 Behinderungen erreicht.

Maximale Ausdehnung überschritten

Die Belastung für die Karlsruher bleibt auch wegen des Stadtumbaus per Kombilösung hoch. „Wir haben dabei zwar die maximale Ausdehnung der Tunnelbaustelle in der Kriegsstraße überschritten“, erklärt Fluhrer. Aber 2020 werde als der letzte Umbauknoten der Kombi das Karlstor zum Brennpunkt.

Dort müssen alle Verkehrsteilnehmer Umwege in Kauf nehmen und dadurch mit ausgedehnten Stauzeiten rechnen, weil die Karlstraße am Karlstor für den Tunnelbau unterbrochen wird. Ab 1. April können dort die Autos wie jetzt bereits schon nach Norden nicht mehr direkt nach Süden Richtung Hauptbahnhof durchrollen.

Brennpunkt Karlstor

Ab 20. April ist für einige Monate auch der Straßenbahnverkehr unterbrochen. Die Radfahrer werden schon jetzt über die Sophien- und Hirschstraße umgeleitet. Die Fußgänger können das Karlstor weiter auf der Karlstraße passieren, müssen aber dafür bald eine provisorische Brücke nehmen.

Neue Mobilitätspolitik

Fluhrer betont im Sinne der neuen Mobilitätspolitik der Stadt, dass man Behinderungen für Radfahrer und die Fußgänger durch Baustellen möglichst gering halte. Diese schwächeren Verkehrsteilnehmer seien der Witterung ausgesetzt. Autofahrern sei dagegen in ihren trockenen und warmen Kabinen ein weiterer Umweg zuzumuten.

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