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Einsatz bei Kälte und Nässe

E-Scooter im Winter: Was die Nutzer in Karlsruhe wissen sollten

Seit eineinhalb Monaten sind in Karlsruhe die E-Scooter unterwegs. Jetzt stehen Betreiber und E-Scooter-Freunde vor einer Herausforderung: Der Winter naht. Wer auf das neue Verkehrsmittel auch bei Nässe und Kälte nicht verzichten will, sollte einige Dinge beachten.

E-Tretroller in Karlsruhe (E-Scooter) Foto: VOI

Seit eineinhalb Monaten sind in Karlsruhe die E-Scooter unterwegs. Jetzt stehen Betreiber und E-Scooter-Freunde auch in anderen baden-württembergischen Städten vor einer Herausforderung: Der Winter naht. Wer auf das neue Verkehrsmittel auch bei Nässe und Kälte nicht verzichten will, sollte einige Dinge beachten.

Kann man im Winter weiter E-Scooter fahren?

Die Roller werden weiter bereitstehen. Die Betreiber wie etwa Lime in Stuttgart haben angekündigt, ihre Flotten in den Städten zu lassen. Möglicherweise werde die vierstellige Flotte von Lime aber ein bisschen reduziert.

Die Firma Tier will seine rund 400 Fahrzeuge in Heidelberg und 300 Scooter in Mannheim weiter betreiben. Und auch Voi will seine «kleine dreistellige Zahl» an E-Scootern in Stuttgart und Karlsruhe im Einsatz behalten oder das Angebot sogar ausbauen.

«Grundsätzlich können E-Scooter auch im Winter gefahren werden», sagt Frank Schneider, Mobilitätsexperte beim TÜV-Verband. Im Winter und schon im Herbst raten Betreiber, Polizei und TÜV jedoch zur Vorsicht - etwa aufgrund von Nässe oder heruntergefallenem Laub.

Die Tipps des Anbieters Lime: Langsam und vorausschauend fahren, Stellen mit nassem Laub und Oberflächen wie Pfützen und Eis meiden. «Und ganz simple Sachen wie: Darauf achten, dass der Schal nicht herunterhängt, nicht mit hohen Schuhen fahren oder die Ärmel über die Finger ziehen», sagt eine Lime-Sprecherin.

Was, wenn Schnee oder Eis das Fahren zu gefährlich machen?

«Wenn es wirklich glatt ist, den Scooter lieber stehen lassen», rät Sprecherin Monika Ackermann von der Stuttgarter Polizei. Faustregel: Kann man nicht mehr sicher Radfahren, sollte man auch auf keinen Scooter steigen.

Die Betreiber haben bei Schnee und Glätte die Möglichkeit, ihre Flotte zu deaktivieren. Wenn Stuttgart im Schnee versinke, mache es natürlich keinen Sinn, die Scooter weiter fahren zu lassen, sagt eine Lime-Sprecherin.

Die Roller können dann nicht mehr ausgeliehen werden und blieben unbenutzt stehen. Die Nutzer werden dann auf ihrem Handy über den Status der Flotte informiert, wie auch Voi mitteilte.

Sind die E-Scooter winterfest?

Die Betreiberfirmen sagen: Ja. Voi habe seit Herbstbeginn ein Modell mit verbesserter Straßenlage, besseren Bremsen und größeren Reifen in Betrieb.

Auch Tier hat seit November neue Modelle auf den Straßen. Die hätten Austauschakkus, die mit Lastenfahrrädern ausgetauscht werden könnten, und kämen besser mit rutschigem Untergrund zurecht.

Auch bei Lime habe man wintertaugliche Roller mit großen Reifen und breitem Trittbrett mit Rutschauflage. Für die Akkus sei Kälte kein Problem.

Muss man im Winter einen Helm tragen?

E-Scooter-Fahrer sollten - nicht nur im Winter - einen Helm tragen, raten Betreiber, Polizei und TÜV. Eine Helmpflicht gibt es aber weiter nicht. Der Tüv fordert, dass die Vermieter ihren Kunden Helme zur Verfügung stellen.

Voi verschenke auf Pop-Up Events Helme, 15.000 seien europaweit in diesem Jahr schon verteilt worden. Tier teilt mit: «Wir arbeiten an Lösungen für Helme.»

dpa
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