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Eröffnung 2023

Nahversorgung kommt nach Malsch: Warum Tante-M kein klassischer Supermarkt ist

Tante-M soll die Nahversorgung wieder nach Völkersbach bringen: 2023 soll das Geschäft in der ehemaligen Sparkassen-Filiale eröffnen. Ein klassischer Supermarkt ist es nicht.

Gebäude
Nahversorgung in Völkersbach: Zukünftig soll in der vormaligen Sparkassen-Filiale ein Tante-M-Laden eröffnet werden. Foto: Sabine Röwer

Wieder eine Nahversorgung soll es in absehbarer Zeit in Völkersbach geben. So informierte Albert Ochs (CDU), Leiter der örtlichen Arbeitsgruppe „Nahversorgung“ in der sehr gut besuchten Ortschaftsratssitzung im Klosterhof. Voraussichtlich bis zum dritten Quartal nächsten Jahres soll ein Tante-M-Laden in der vormaligen Sparkassen-Filiale eröffnen.

Nach einem Gespräch mit ihm, Ortsvorsteherin Beate Hornung, Bürgermeister Markus Bechler (beide Freie Wähler) und einem Vertreter der Sparkasse im Frühjahr wurde im August das Gebäude von der Gemeinde erworben.

Der zuvor ausgesprochenen Kaufempfehlung des Ortschaftsrats sei der Rathauschef und Gemeinderat laut Ochs „nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen Vorarbeiten und Perspektiven der Arbeitsgruppen Nahversorgung und Wohnen im Alter gefolgt“.

Mietvertrag mit dem künftigen Betreiber steht

So sei man schon seit zwei bis drei Jahren in den AG dabei, wieder eine Vor-Ort-Versorgung im Dorf zu erreichen. Mittlerweile liege vom möglichen künftigen Betreiber des Tante-M-Ladens bereits ein Mietvertrag vor, und Bauamtsleiter Klaus Litzow sei dabei, die Kosten für den Umbau zum Lebensmittelgeschäft zu berechnen.

Geplant ist von dem Unternehmen, das über 30 Tante-M-Läden, hauptsächliche in Württemberg hat, ein Geschäft ohne Verkaufspersonal.

So kann der Kunden seine Waren einscannen und passend bar oder per EC- oder aufladbarer Kundenkarte bezahlen. Mitarbeiter kommen lediglich stundenweise, um Waren einzuräumen und für Ordnung zu sorgen.

Supermarkt hat auch am Sonntag geöffnet

Verkauft würden Waren aus der Region, etwa von Bäckern und Metzgereien. Die Öffnungszeiten seien länger als in anderen Geschäften im ländlichen Raum.

So kann bereits ab fünf oder sechs Uhr morgens bis 22 oder 23 Uhr eingekauft werden. Geöffnet habe Tante-M auch samstags und sonntags.

Da die Vorbereitungen bereits soweit gediehen sind und auch der Ortschaftsrat schon darüber informiert wurde, zeigte sich Ortsvorsteherin Beate Hornung in ihrem Schlusswort „irritiert“ über einen Aufruf der politischen Gruppierung „Für Völkersbach“.

Diese habe aktuell aufgerufen, Vorschläge für eine Nutzung der ehemaligen Sparkassen-Filiale einzubringen. „Uns brennt nichts unter den Nägeln, wir sind bereits losgelaufen“, betonte sie zu dem Schreiben.

„Rote Karte“ für „Für Völkersbach“

Ebenso wie Albert Ochs erklärte sie, dass in den Arbeitsgruppen jeder interessierte Bürger seine Ideen einbringen konnte. Die Gruppen seien überparteilich.

Ein Überblick über deren Bemühungen für die Nahversorgung samt Information über die Teilnahmemöglichkeiten der Bürger in den Arbeitsgruppen werde nun veröffentlicht. Mit Ausnahme von Manfred Ochs (Für Völkersbach) wurde die Stellungnahme von allen Ortschaftsräten unterschrieben.

Manfred Ochs sagte auf Anfrage, man habe den Aufruf nicht böse gemeint, sondern habe sich lediglich eines aktuellen Themas angenommen.

Als „Strafstoß“ gegen die AG, der eine Rote Karte folgen müsse, bezeichnete den Aufruf von „Für Völkersbach“ in der Einwohnerfragestunde Seniorenrat Winfried Völker, der ebenfalls auf das lange Engagement der Arbeitsgruppe für die Nahversorgung im Ort verwies.

Wie Albert Ochs weiter am Rande informierte, bietet der Bäcker, der seit Juni 2021 bis diesen Oktober tageweise in Räumen der einstigen Metzgerei in der Bergfeldstraße verkauft hat, nun samstags von 8 bis 11 Uhr seine Backwaren in einem Verkaufswagen am unter Dorfbrunnen an.

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