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Bankenfusion bestätigt

Fusion der Volksbanken Stutensee-Weingarten und Bruchsal-Bretten beschlossen

Die Vertreterversammlung der beiden Genossenschaftsbanken hat die Fusion beschlossen. Die neue Volksbank wird eine Bilanzsumme von knapp drei Milliarden Euro haben.

Überblick über die Versammlung in der Stutenseer Festhalle Foto: Elke Schaufelberger

Von Marianne Lother

Mit nur einer Gegenstimme hat die Vertreterversammlung der Volksbank Stutensee-Weingarten mit 64 Stimmberechtigten die Verschmelzung mit der Volksbank Bruchsal-Bretten beschlossen. Beide Namen bleiben erhalten. Der Beschlussfassung vorausgegangen war eine ausführliche Darstellung der aktuellen Situation der Bank durch die beiden Vorstände von Stutensee-Weingarten Andreas Hahn und Juan Baltrock.

Hahn zeichnete den großpolitischen Überblick. Trotz vieler Unsicherheiten für die Exportnation Deutschland wuchs das Bruttoinlandsprodukt und die Stimmung war Ende 2019 großartig. Auch die Bank habe 2019 ein außerordentlich gutes Geschäftsjahr erlebt. Dann kam Corona mit heftigen Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Größe war für Fusion ausschlaggebend

Für die Volksbank Stutensee-Weingarten bedeutete dies, dass die Bankenaufsicht allen Banken europaweit untersagt habe, Dividenden aus dem Geschäftsjahr 2019 auszuschütten, obwohl Stutensee-Weingarten dieses Jahr die hohe Dividende von vier Prozent erwirtschaftet hatte. Diese Beträge sollen stattdessen in den Gewinnvortrag eingestellt werden. Der Gewinnverwendungsvorschlag wurde einstimmig angenommen. Wie das sehr gute Ergebnis zustande kam, erläuterte Vorstand Juan Baltrock. Er berichtete über einen Schwerpunkt in der Immobilienfinanzierung, in der noch kein Abschwung zu erwarten sei.

Der Jahresüberschuss betrage 1,75 Millionen Euro. Da die Zahlen zur Vorbereitung der Fusion in Vertreterrunden in allen vier Geschäftsgebieten (in Weingarten, in Wössingen, in Neuthard und in Spöck) bereits im Vorfeld erläutert worden waren, gab es keine Fragen mehr. Die Vorstände sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden einstimmig entlastet. Dann stellte Juan Baltrock die Hintergründe zur Fusion vor: Im Bankgeschäft der Zukunft sei Größe wichtig.

Das neue Haus werde eine Bilanzsumme von knapp drei Milliarden Euro, rund 500 Mitarbeiter und 113.000 Kunden haben: „Die beiden Banken sind zwar nicht gleich groß, aber dafür ähnlich stark und können sich auf Augenhöhe begegnen“. Stichtag ist der 1. Januar 2021. Die Mitglieder der Volksbank Stutensee-Weingarten eG werden Mitglieder der Volksbank Bruchsal-Bretten, aber für die Kunden ändere sich nichts außer der IBAN. Zunächst besteht der Vorstand aus sechs Mitgliedern.

Nach einer Übergangszeit werden die Vorstände von Bruchsal-Bretten Roland Schäfer, Volker Gaa und Gerhard Rübenacker in den Ruhestand eintreten. Danach bilden Andreas Hahn und Juan Baltrock, die vom Aufsichtsrat der Volksbank Bruchsal-Bretten zu weiteren hauptamtlichen Vorstandsmitgliedern bestellt wurden, sowie Dimitrios Melethoudis das dreiköpfige Vorstandsgremium.

Das langjährige Mitglied des Aufsichtsrates Kurt Gorenflo wurde mit dankenden und anerkennenden Worten verabschiedet. Fünf der jetzt noch elf Aufsichtsräte werden am Ende ihrer Amtsperiode ausscheiden. Als Aufsichtsrat der neuen Bank wurden Hanspeter Gaal, Heike Weickum, Tilo Fabry, Achim Kohnle, Bernhard Leicht und Klaus Mangold einstimmig nominiert.

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