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Trainer-Legende wird 70

"Wildpark-Boy" und "Legende": Social-Media-Nutzer lieben ihren KSC-Winnie

"Den Besten, den der KSC jemals hatte, Wildpark-Boy und Legende": Die Facebook- und Instagram-Nutzer der BNN gratulieren Winfried Schäfer zum 70. Geburtstag und sparen bei ihren Erinnerungen an KSC-Winnie nicht mit Lobeshymnen.

Die Social-Media-Nutzer sparen nicht mit Lobeshymnen für Winfried Schäfer. Foto: Screenshot

Den Anfang der zahlreichen Geburtstagsgrüße machte Günter Netzer . Im BNN-Interview bezeichnet Netzer ihn als "charakterlich einwandfrei". "Er hat in Mönchengladbach nicht den totalen Durchbruch geschafft, aber er war ein toller Kamerad und ein wertvoller Spieler für unsere Gemeinschaft", sagt Netzer.

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"Er war immer konsequent und charakterlich fest. Und das hat sich in seiner späteren Laufbahn als Trainer fortgesetzt." Die beiden treffen sich an Schäfers 70. nicht persönlich, aber ein Geburtstagsgruß am Telefon ist für Netzer natürlich gesetzt.

Facebook-Nutzer haben viele Erinnerungen an KSC-Winnie

Neben früheren Weggefährten gratulieren auch Menschen aus der Region ihrem KSC-Winnie. Via Facebook und Instagram erreichten die BNN zahlreiche Nachrichten mit Anekdoten von damals.

Sabine N. hat früher in einer Behinderteneinrichtung in Ettlingen gearbeitet. Sie schreibt: "Wir haben ihn als Special Guest zum Sommerfest eingeladen, und er ist tatsächlich auch gekommen. Alle waren hin und weg. Das rechne ich ihm noch heute hoch an."

Claudia M. erinnert sich gerne an den 7:1-Sieg gegen Valencia und die Gemeinderatswahl in Ettlingen mit einem gigantischen Ergebnis für Winfried Schäfer zurück. Der prominente Kandidat verhalf "Für Ettlingen" 2004 auf Anhieb zu acht Sitzen, zog mit den meisten Stimmen in den Gemeinderat ein und wurde einer der ehrenamtlichen Stellvertreter der damaligen Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker.

7 Schaefer GES Foto: GES

Für Martin S. ist das Valencia-Spiel unvergessen. "Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke."

Winnie, Trenkel und Co das war noch ein KSC

Und auch sonst sparen die Nutzer nicht mit Lob für Schäfer. "Wildpark-Boy", "Legende", "er hat unseren KSC dahin geführt, wo er hingehört", "Winnie, Trenkel und Co das war noch ein KSC" und "unbestritten die schönste Zeit des Karlsruher SC".

Uwe O. war langjähriger Zaungast beim Training, zusammen mit seinem Hund. Er verrät: "Winnie schuldet unserem bereits 2004 verstorbenen Rauhaardackel „Hoppel“ immer noch ein versprochenes blau-weißes Halsband."

Ein Instagram-Nutzer hat eine ganz besondere Geschichte zu Winfried Schäfer: "Als kleiner Junge sind wir wochenlang jeden Mittwoch an seinem Wohnhaus vorbei und haben geklingelt zwecks Autogrammkarten; er oder die Frau haben wirklich fast immer geöffnet und haben immer wieder Autogramme rausgegeben."

Burghard J. findet es prima, dass Winnie damals jeden Sonntag bei der Jugend und auch bei den Amateuren vorbeigeschaut hat. "Das hat die Jungs angespornt", schreibt er.

Als Weltenbummler im Fußball unterwegs

Nach seiner Zeit beim KSC wird Winfried Schäfer ein Weltenbummler. Er arbeitet in Kamerun, Jamaika, Iran, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Winfried Schäfer war nicht nur viele Jahre Trainer beim KSC, zwischen 1975 und 1977 auch im Mittelfeld aktiv. Foto: imago-images

Seinen Heimat-Standort in Ettlingen hat Schäfer beibehalten, über den Jahreswechsel weilte seine Familie aber in Abu Dhabi. Zum 70. bleibt seine Frau Angelika noch. Schäfers Vertrag bei Baniyas SC läuft ein Jahr. "Dann mal sehen. Ich bin jedenfalls unheimlich gerne hier. Hier ist alles wunderbar", sagt er.

Dass der in Mayen in Rheinland-Pfalz geborene Fußballer und Trainer so ein Weltenbummler geworden ist, kann Schäfer selbst nicht fassen. "Ich bin sehr bodenständig. Eigentlich wollte ich immer beim KSC bleiben", versicherte der frühere Profi von Borussia Mönchengladbach, Kickers Offenbach und Karlsruher SC. Aber in Deutschland hat das nicht mehr so richtig geklappt mit dem "Wilden Winnie" - und anderswo kann man im Profigeschäft auch gutes Geld verdienen.

KSC-Zeit am schönsten

Wo es am schönsten war? "KSC, Kamerun, Dubai, Thailand", sagte Schäfer einmal. In dieser Reihenfolge. Er sei halt unheimlich gerne Trainer, und seine Frau würde ihn zu Hause rauswerfen – denn ohne Fußball sei er unausstehlich. "Wenn man mit jungen Leuten zu tun hat, dann hält das jung", sagte er kurz vor seinem Jubiläum.

Mit Material von dpa
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