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Kosten von 12,8 Millionen Euro

Sanierungsmaßnahmen des Bronnerbaus am Brettener Melanchthon-Gymnasium sind gestartet

Die Sanierung des Bronnerbaus des Melanchthon-Gymnasiums Bretten ist angelaufen. Im größten der fünf MGB-Gebäude wurden wuchtige Deckenkonstruktionen und die Böden freigelegt.

Zurück im Rohbau-Zustand: Die Ergebnisse der ersten Baumaßnahmen im Zuge der Sanierung des Bronnerbaus sind bereits deutlich sichtbar, so sind die wuchtige Deckenkonstruktion und der Boden der Musik-Proberäume mittlerweile freigelegt. Foto: Tom Rebel

Vor rund drei Wochen hat die umfangreiche Sanierung des Bronnerbaus begonnen, die Ergebnisse der ersten Baumaßnahmen am Melanchthon-Gymnasium Bretten (MGB) sind bereits sichtbar – es tut sich also was im Bronnerbau.

So wurden im größten der fünf MGB-Gebäude in der kleinen Turnhalle sowie in den Musik-Proberäumen teilweise wuchtige Deckenkonstruktionen und die Böden freigelegt. „Ich wünsche mir und hoffe, dass die Sanierungsmaßnahmen unfallfrei und zügig ablaufen und dass sie im Kostenrahmen bleiben“, betonte Oberbürgermeister Martin Wolff (Freie Wähler) am Freitagvormittag bei einer ersten Begehung vor Ort.

Schulleiterin Elke Bender berichtete dabei über die Mühen für Schüler und Lehrer, die mit einer Sanierung im laufenden Schulbetrieb tagtäglich einhergehen: „Die Schüler müssen häufig die Klassenräume wechseln, das ist immer mit großem Aufwand verbunden. Aber wir stellen uns gemeinsam mit der Stadt Bretten dieser großen Herausforderung.“

Einen großen Dank richtete Bender ausdrücklich an den Brettener Gemeinderat, dass dieser nach bis zuletzt durchaus kontroversen Debatten überhaupt grünes Licht für das Millionenprojekt gegeben hatte.

Mangelnder Schutz vor Sonnenhitze

Mit Blick auf die längst nicht mehr zeitgemäßen Lamellen vor den Fenstern am Bronnerbau machte Bender die Notwendigkeit der Sanierung deutlich. Wenn wie für dieses Wochenende Unwetter vorhergesagt sind, müssen die Lamellen, die Schutz vor der Sonnenhitze geben sollen, nach Unterrichtsende hochgezogen werden. „Wenn dann samstags und sonntags die Sonne brennt, dann hat man Montagmorgens beim Unterrichtsbeginn in diesen Räumen schon 35 Grad“, sagte die Schulleiterin.

Kaum Schutz gegen Sonnenhitze: Die Lamellen an den Fenstern des Bronnerbaus sind längst nicht mehr zeitgemäß. Foto: Tom Rebel

„Das zeigt, dass diese Schule stark sanierungsbedürftig ist“, ergänzte OB Wolff und meinte mit Blick auf die Fassade: „Toll sieht das nicht aus.“ Nach Abschluss aller Arbeiten sei das MGB dann „für die Zukunft gerüstet“, so der Verwaltungschef. Auch ein exemplarischer Blick in die Turnhalle, die auch von Brettener Vereinen genutzt wird, sowie in die Musik-Proberäume machte deutlich, dass diese Räumlichkeiten dringend modernisiert werden müssen.

Lüftungsanlage für die Musik-Proberäume

In der Turnhalle fehlten neben Sicherheitsvorkehrungen für die an den Wänden montierten Geräte auch Umkleideräume für Schüler und Lehrer. In den niedrigen Musik-Proberäumen fehlte eine Lüftungsanlage, die nun eingebaut wird. Dazu kamen – auch dem Alter der Gebäudes geschuldet – eklatante Mängel in Sachen Brandschutz, auch Fluchtwege waren teilweise kaum zugänglich.

„Das sind schon besondere Herausforderungen, die wir hier zu bewältigen haben“, betonte Fabian Dickemann, der Leiter des Amts für Bauen, Gebäudemanagement und Umwelt bei der Stadt Bretten. Er sei dabei aber zuversichtlich, so Dickemann weiter, dass man für die Musikräume – vor vielen Jahren befand sich hier der Fahrradkeller der Schule – überall eine Raumhöhe von 2,25 Meter schaffen werde.

Kosten von 12,8 Millionen Euro

Das Projekt „Sanierung des Bronnerbaus“ ist in vier Abschnitte unterteilt. Nach derzeitigem Stand ist das anvisierte Bauende im Juni 2023 realistisch. Die Summe für die Sanierung beläuft sich auf 12,825 Millionen Euro, ursprünglich waren im Juli 2020 für das Gesamtprojekt noch Kosten von 11,9 Millionen Euro veranschlagt. Diese Summe war nach Eingang sämtlicher Angebote für die ausgeschriebenen Gewerke sogar auf 13,95 Millionen Euro angestiegen, doch es fanden sich in der Folge einige Möglichkeiten, um zumindest 1,125 Millionen Euro einzusparen.

Für das Millionenprojekt erhält die Stadt Bretten aus dem Förderprogramm zur Sanierung von Schulgebäuden insgesamt 3,377 Millionen Euro. Um diese Fördersumme aber auch tatsächlich zu bekommen, muss die Sanierungsmaßnahme bis spätestens 31. Dezember 2023 abgenommen sein.

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