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Pferde mit besonderer Gangart

Kraichtaler Islandpferde sind muskulöser: Zu Besuch im Gestüt von Stephan Kratt

Klein, pummelig, dicker Hals: So stellt man sich Islandpferde vor. Stephan Kratt wehrt sich gegen das „Pony-Image“ der zotteligen Kraftpakete aus dem hohen Norden. Auf seinem Gestüt in Kraichtal züchtet der 45-Jährige Islandpferde, fährt mit ihnen auf Turniere und gibt Reitunterricht. Wegen Corona hat er seine Reitschule aber dichtgemacht.

Mindestens ein Huf auf dem Boden: Beim Tölt, einer speziellen Gangart der Islandpferde, ist das Pferd nie komplett in der Luft. Dadurch ist die Gangart für den Reiter besonders bequem. Stephan Kratt züchtet die Kraftpakete aus dem Norden seit 2008 auf seinem Gestüt in Kraichtal. Foto: Martin Heintzen

Wehende Mähne, schnaubende Nüstern, rhythmisches Hufgetrappel: 400 Kilo donnern über den Kiesweg in der Kraichtaler Weiherbachsiedlung. Stephan Kratt sitzt fest im Sattel.

Die Isländerstute Viska töltet. Bei der Gangart, die typisch für Islandpferde ist, bleibt mindestens ein Huf auf der Erde. Anders als beim Trab oder beim Galopp hebt das Pferd nie komplett ab. Für den Reiter sei das viel bequemer, erklärt Kratt: „Man hopst nicht so sehr.“ Besonders bei Rückenschmerzen sei die Gangart entspannend: „Fast wie Krankengymnastik“.

Der Tölt ist eines der viele Dinge, die den 45-Jährigen an den zotteligen Kraftpaketen aus dem hohen Norden faszinieren. Auf seinem Gestüt „Im Weiherbachtal“ zwischen Münzesheim und Menzingen züchtet er seit 2008 Islandpferde. 25 Isländer leben dort heute. Sie tragen Namen wie Frakkur, Gammur, Esja oder Stígandi. Etwa die Hälfte von ihnen sind „Pensionspferde“, die von ihren Besitzern dort einquartiert worden sind. Die andere Hälfte gehört Stephan Kratt.

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