Das Schnittmodell der Lithium-Batterie eines Opel Corsa-E: Forscher arbeiten an vielen weiteren Batteriekonzepten, die ohne Lithium oder andere problematische Rohstoffe auskommen - an Magnesium-Schwefel-, Aluminium-, Zink-Luft- oder Calcium-Batterien.
Das Schnittmodell der Lithium-Batterie eines Opel Corsa-E: Forscher arbeiten an vielen weiteren Batteriekonzepten, die ohne Lithium oder andere problematische Rohstoffe auskommen - an Magnesium-Schwefel-, Aluminium-, Zink-Luft- oder Calcium-Batterien. | Foto: imago-stock

20-Millionen-Euro-Projekt

Batterien der Zukunft sollen in Karlsruhe entwickelt werden

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Dass die bundesweit einmalige Batterieforschungsfabrik in Ulm gebaut wird, galt als sicher. Dann bekam Münster überraschend den Zuschlag. Jetzt plant die grün-schwarze Landesregierung ein eigenes Projekt – und hat sich auch schon für einen Standort entschieden.

Die grün-schwarze Landesregierung will in Karlsruhe ein Batterieforschungsprojekt auf die Beine stellen. Das Kabinett gab dafür am Dienstag in Stuttgart grünes Licht. Ein Sprecher von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) bestätigte einen Bericht der „Heilbronner Stimme“ und des „Mannheimer Morgen“.

Investiert werden sollen rund 19,5 Millionen Euro, davon sollen rund 14 Millionen Euro vom Bund kommen. Der Startschuss für das Projekt ist im ersten Quartal 2020 geplant. Auch Firmen wie Bosch und Varta sollen einbezogen werden.

Baden-Württemberg ging leer aus

Es geht um die Entwicklung von Batterieformaten, die nicht der gängigen Massenware entsprechen, sondern intelligent und passgenau zum Beispiel in Fahrzeugen untergebracht werden können. Im Herbst war Baden-Württemberg bei der Vergabe des Standortes einer Batterieforschungsfabrik leer ausgegangen. Der Bund gab Münster statt Ulm den Zuschlag. Das hatte im Südwesten für große Empörung gesorgt.

dpa/BNN