Trotz Regen und Osterferien haben sich etwa 2.000 Menschen bei den "Fridays for Future" in Karlsruhe beteiligt.
Trotz Regen und Osterferien haben sich etwa 2.000 Menschen bei den "Fridays for Future" in Karlsruhe beteiligt. | Foto: eki

Karlsruhe

„Fridays for Future“ in den Ferien: 2.000 Menschen demonstrieren

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Etwa 2.000 Menschen haben sich am Freitag an der Klimaschutzkampagne „Fridays for Future“ in Karlsruhe beteiligt. Sie demonstrierten bei einem Protestzug durch die Innenstadt sowie einer Kundgebung auf dem Kronenplatz für eine effizientere Klimapolitik.

von unserem Mitarbeiter Ekart Kinkel

„Wenn man nicht bald etwas gegen den Klimawandel unternimmt, wird die Erderwärmung dramatische Folgen haben“, betonte Johannes Herrmann vom Organisationsteam der Freitagsdemos. Es war bereits der vierte Protestzug in der Fächerstadt im Rahmen der internationalen Klimaschutzbewegung.

Zu den ersten beiden Protestzügen kamen 300 und 700 Jugendliche. Bei einem globalen Aktionstag am 15. März zogen etwa 6.500 Menschen durch die Karlsruher Innenstadt.

 

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Wir werden auf jeden Fall weitermachen

„Das trübe Wetter hat heute sicherlich einige Leute vom Demonstrieren abgehalten. Aber wir werden auf jeden Fall weitermachen und weiter für eine Umdenken in Politik und Gesellschaft kämpfen“, stellte Herrmann klar. Die nächste Demo für den 24. Mai terminiert. Dann rechnen die Veranstalter wieder mit deutlich über Tausend Unterstützern.

Forderung: Kohleausstieg bis Ende 2030

In den vergangenen Tagen hat das Netzwerk von „Fridays for Future“ konkrete Forderungen veröffentlicht. Bis Ende 2030 soll der Kohleausstieg vollzogen sein und bis 2035 soll die gesamte Energieversorgung durch erneuerbare Energieträger erfolgen.

Noch in diesem Jahr sollen die Subventionen für fossile Energieträger gestoppt und ein Viertel aller Kohlekraftwerke abgeschaltet werden.

Für das Erreichen der ehrgeizigen Klimaziele nehmen die Aktivisten der Freitagsdemos aber jeden einzelnen Menschen in die Pflicht. „Jeder sollte für kürzere Wegstrecken das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen“, so Herrmann. „Und wer weniger Fleisch ist, sorgt ebenfalls für eine Reduzierung der Treibhausgase“.

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels stand, dass rund 800 Jugendliche an der Demonstration teilgenommen haben. Dies wurde korrigiert.