Hörsaal
Studenten des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verfolgen in einem Hörsaal einen Vortrag. | Foto: Uli Deck/Archivbild

30 der größten Unis untersucht

„Kerlsruhe“ ist real: Am KIT studieren laut Erhebung deutschlandweit die wenigsten Frauen

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Wer auf dem Campus flaniert oder nachts durch Karlsruher Bars zieht, hat es schon immer gewusst: Der Frauenanteil unter Karlsruher Studierenden ist gering. Wie gering genau, das hat jetzt ein Start-up aus Berlin ermittelt. Mit einem traurigen Ergebnis für die Stadt.

Die digitale Bildungsplattform charly.education hat den Anteil von männlichen und weiblichen Studierenden an 30 der größten Universitäten Deutschlands untersucht. Dabei war auch das KIT (Karlsruher Institut für Technologie), jedoch keine andere Karlsruher Hochschule. Durchschnittlich seien 51 Prozent der immatrikulierten Studierenden an den untersuchten Einrichtungen weiblich, so das Ergebnis.

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Karlsruher Institut für Technologie ist Schlusslicht

Nicht jedoch am KIT: Mit nur 29 Prozent weiblicher Studierender bilde das Karlsruher Institut für Technologie das Schlusslicht der Untersuchung. Unwesentlich mehr Frauen seien an der RWTH in Aachen und an der Universität Stuttgart immatrikuliert (32 bzw. 33 Prozent). An allen drei Universitäten sei Maschinenbau der größte Studiengang, gefolgt von verschiedenen Ingenieurstudiengängen. Von den acht Universitäten mit den wenigsten weiblichen Studierenden seien sechs Technische Hochschulen.

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Wenige weibliche Professoren in Karlsruhe

Nach einer Untersuchung der WBS-Gruppe seien am Karlsruher Institut für Technologie außerdem nur knapp 14 Prozent der Professoren weiblich. Auch die RWTH Aachen sowie die Universität Stuttgart würden verhältnismäßig wenig Professorinnen beschäftigen.

An diesen Universitäten studieren besonders viele Frauen

Besonders beliebt seien für Studentinnen Universitäten, an denen Wirtschaftswissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre zu den größten Studiengängen zählen. An der Justus-Liebig-Universität in Gießen seien 62 Prozent der immatrikulierten Studierenden weiblich.

Damit landet die mittelhessische Universität auf dem ersten Platz des Rankings, dicht gefolgt von der Universität Köln (61 Prozent). Den dritten Platz teilen sich die Ludwig-Maximilian-Universität München, die Universität Leipzig sowie die Freie Universität Berlin mit jeweils 60 Prozent.