Zwei lebensgefährlich Verletzte, sieben Leichtverletzte  sowie ein unbewohnbares Haus in der Gymnasiumstraße in Pforzheim bilanziert die Feuerwehr nach einem Brandeinsatz am Montag. | Foto: IM

Brandursache unklar

Gebäudebrand in Pforzheim: zwei Menschen lebensgefährlich, sieben leicht verletzt

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Zwei lebensgefährlich Verletzte, sieben Leichtverletzte  sowie ein unbewohnbares Haus in der Gymnasiumstraße in Pforzheim bilanziert die Feuerwehr nach einem Brandeinsatz am Montag kurz nach Mittag. Den Löschkräften schlagen offen Flammen entgegen, als sie kurz nach der Alarmierung gegen 12.30 Uhr in der Oststadt eintreffen. Die erste Etage des dreieinhalbstöckigen, wenig gepflegten Gebäudes steht in Flammen, nach hinten lodert das Feuer aus einem geborstenen Fenster.  Als die Feuerwehrleute das Gebäude stürmen, kommen ihnen zahlreiche Bewohner entgegen. Weitere Verletzte werden wenig später auf Tragen auf die Straße  und im Sanitätswagen zu den beiden Rettungshubschraubern gebracht. 

Zwei Bewohner des Hauses zogen sich durch Verbrennungen und Rauchgas lebensgefährliche Verletzungen zu und mussten mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen werden, wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet. Unklar ist auch nach Ende der Löscharbeiten gegen 13.30 Uhr, wie es zu dem Feuer gekommen ist. Eine mutwillige Brandstiftung schließen die Polizeikräfte vor Ort allerdings nach erster Einschätzung aus. Auch Pforzheims Feuerwehrkommandant Sebastian Fischer sieht keine Anzeichen für Absicht.

Laut Polizei entstand am Gebäude ein Sachschaden von rund 200.000 Euro.

Der Feuerwehreinsatz zog etwa 50 Schaulustige an, so die Polizei. Diese mussten durch vier zusätzlich hinzugezogene Funkstreifen aufgefordert werden, gebührenden Abstand von der Brandstelle und den Verletzten zu halten, wie die Polizei weiter berichtet. Zudem erschwerten der Berufsfeuerwehr Pforzheim zwei im Kreuzungsbereich geparkte Pkw die Anfahrt. Hierdurch gelang es der Feuerwehr mit ihren Großfahrzeugen für die Menschenrettung nicht bis an die Einsatzstelle vorzufahren, ohne beide zu beschädigen.

Die Berufsfeuerwehr Pforzheim war mit 34 Einsatzkräften und 11 Fahrzeugen vor Ort. Die weiteren Ermittlungen hat der Kriminaldauerdienst übernommen

ots/BNN