Leiche in Wald bei Pforzheim entdeckt
Wie die Polizei mitteilt, ist im Fall der am Dienstag bei Pforzheim gefundenen Leiche am Donnerstag nicht mehr mit einem Obduktionsergebnis zu rechnen. | Foto: Sdmg/Gress

Wo sind die Waffen des Jägers?

Fall Simon Paulus: Obduktionsergebnis verzögert sich

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Nach dem Leichenfund bei Pforzheim, bei dem es sich vermutlich um den seit Wochen vermissten Jäger Simon Paulus handelt, ist laut Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag nicht mehr mit einem Obduktionsergebnis zu rechnen.

Auch die in Auftrag gegebene DNA-Analyse werde mehr Zeit benötigen. Währenddessen geht die Suche nach den Waffen des Jägers weiter. Nach Medienberichten bewahrte der gelernte Büchsenmacher, der als Angestellter in einer Firma arbeitete, insgesamt rund 30 Waffen legal zu Hause auf.

Waffen geben Rätsel auf

Die Polizei bestätigte am Donnerstag lediglich eine große Anzahl von Waffen, darunter die zivile Version eines Sturmgewehres vom Typ AR-15. Die Polizei geht aufgrund körperlicher Merkmale davon aus, dass es sich bei dem am Dienstag von einem Waldarbeiter zwischen Pforzheim und Tiefenbronn gefundenen Toten um den 50 Jahre alten Mann aus Birkenfeld (Enzkreis) handelt. Letzte Zweifel soll eine Obduktion ausräumen, die für diesen Donnerstag geplant war.

War es ein Gewaltverbrechen?

Dabei soll auch geklärt werden, ob der Mann – wie vermutet – Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Die Leiche war nach BNN-Informationen im Pforzheimer Waldstück Hagenschieß verscharrt worden. Dort wurde sie von einem Waldarbeiter am Dienstagnachmittag gefunden.

Der 50-Jährige war zuletzt am Abend des 29. August von Nachbarn gesehen worden. Sie wollen einen Streit zwischen ihm und zwei Unbekannten beobachtet haben. Schon wegen der Blutspuren im Haus schloss die Polizei früh ein Tötungsdelikt nicht aus.

(dpa/ lsw/ bnn)