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Neues Angebot zur Stadtbesichtigung

Kulinarische Stadtführung in Baden-Baden feiert Premiere

In mehr als 50 Städten sind sie schon etabliert, jetzt gibt es sie auch in Baden-Baden: Kulinarische Stadtführungen. Zum Auftakt kamen zwar nur wenige Besucher mit - die haben dabei aber viel gelernt.

In Baden-Baden das Elsass erleben: Fremdenführer Thomas Kessler (links), seine Lebensgefährtin und Touristen lassen sich Entenlebermousse auf warmem Apfelsalat schmecken. Foto: Catrin Dederichs

Mit Holzstäbchen tauchen Baden-Baden-Touristen Avocado- und Lachs-Sushi in dunkle Sojasoße. Angeregt diskutieren sie über Frische und die richtige Ess-Temperatur.

Bald jedoch mahnt Fremdenführer Thomas Kessler dezent zur Eile: „Wir haben einen straffen Zeitplan.” Tatsächlich warten ein paar Hundert Meter weiter die nächsten Gastronomen mit Maultaschen oder Entenlebermousse und Apfelsalat auf die Kundschaft der Berliner Firma Eat the World.

Stadtbesichtigung jeden Mittwoch und Freitag

In mehr als 50 Städten deutschlandweit kombiniert das Unternehmen Stadtbesichtigungen mit Kostproben aus überwiegend regionaler Küche. Angesehener Partner ist die Zeitschrift „essen und trinken”.

Jetzt neu im Angebot ist eine Führung durch die Bäderstadt. Auf unbestimmte Zeit sollen Besucher regelmäßig mittwochs und freitags Einblick bekommen in Geschichte, Gegenwart und Gastronomie Baden-Badens.

Ins Kurhaus und in die Trinkhalle geht sowieso jeder hin.
Thomas Kessler, Fremdenführer

Vier zahlende Kunden aus der Nähe von Stuttgart und aus Fürth sind bei der Premiere dabei. In dieser übersichtlichen Gruppe gehen alle gleich zum Du über. Kessler verschafft ihnen zunächst einen groben Überblick über die Vergangenheit der Stadt von den Römern bis zum Erbfolgekrieg. Er zeigt auf Battert und Merkur, gibt Tipps für einen Ausflug zum Alten Schloss und erzählt, warum die Russen so zahlreich in der Stadt gelandet sind. Klassiker wie Kurhaus und Trinkhalle lässt er in seiner Rundtour aus. „Denn da geht sowieso jeder hin”, sagt Kessler.

So lernen wir die Städte kennen, das ist nicht schlechter als vorher.
Frank Förstermann, Baden-Baden-Tourist

Gast der ersten Stunde und erfahrener Städtereisender ist Frank Förstermann. Zusammen mit seiner Frau hat er kürzlich Würzburg und Mannheim abgeklappert, jetzt ist Baden-Baden dran und am nächsten Tag fahren die beiden nach Ulm. „Weil wir dieses Jahr nicht ins Ausland reisen können, verbringen wir so unseren Urlaub”, sagt er. Und er findet Gefallen daran: „So lernen wir die Städte kennen, das ist nicht schlechter als vorher.”

Pfifferling, Fleisch oder Forelle: Dreierlei Sorten Maultaschen bekommen die Gäste zu schmecken. Foto: Catrin Dederichs



In Baden-Baden besichtigen sie den Dreischalenbrunnen und staunen über das warme Thermalwasser. Imposante Bauten wie die Klosterschule, die Stiftskirche und die Thermen halten sie mit der Kamera fest. Kessler führt die Gruppe durch kleine Gassen und in entlegene Winkel. An diversen Orten macht er halt und unterhält die Touristen mit Anekdoten, etwa dem gescheiterten Versuch, die Kirche mit Thermalwasser zu beheizen.

Zwei Schwaben in Baden-Baden: Aus der Nähe von Stuttgart sind Frank Förstermann und seine Frau angereist, um Baden-Baden kennenzulernen. Foto: Catrin Dederichs



Kurz bevor die Besucher zu Messer, Gabel oder Holzstäbchen greifen, schiebt der Fremdenführer einen längeren Werbeblock ein über Wein, Dry Aged-Steaks oder Pasta bei seinen Vertragspartnern. Dann aber erschmecken die Touristen tatsächlich Baden-Baden: In fünf Restaurants folgen Schlag auf Schlag ausgefallene kulinarische Erlebnisse aus Japan, Baden und dem Elsass.

Kulinarische Städteführung

Eat the World arbeitet derzeit mit sechs Vertragspartnern in Baden-Baden zusammen. Immer fünf von ihnen verpflegen die Teilnehmer. Weitere Informationen im Internet unter eat-the-world.com oder unter der Telefonnummer (0 30) 2 06 22 99 90 .

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